Maria Rauch-Kallat: Der plötzliche Tod von WHO-Generaldirektor Jong-Wook Lee macht betroffen

Jong-Wook Lee stirbt 61-jährig in Genf - er war ein Freund Österreichs.

Wien (OTS) - "Ich bin betroffen über den plötzlichen und unerwarteten Tod von WHO-Generaldirektor Jong-Wook Lee", sagte heute Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat und würdigte in einer ersten Reaktion die großen Verdienste des aus Südkorea stammenden Gesundheitspolitikers. Jong-Wook Lee wurde 2003 in die Funktion des Generaldirektors der Weltgesundheitsorganisation gewählt. Bereits zwei Jahrzehnte davor war Jong-Wook Lee in verschiedensten fachlichen, organisatorischen und politisch-strategischen Funktionen auf allen Ebenen der WHO tätig, als deren bester Kenner er galt. Als politischer Berater und Kabinettsmitglied der früheren Generaldirektorin Brundtland war Lee am Reformprozess der WHO beteiligt. Er unterstützte die Bestrebungen der einzelnen Mitgliedsstaaten zur Stärkung der regionalen und länderbasierenden Struktur der WHO.

Herausragende Verdienste kommen Lee bei der Tuberkulosebekämpfung zu, nachdem er mehrere Jahre Leiter des Globalen Impf- und Impfstoffprogramms der WHO war. Große internationale Anerkennung hat sich Lee damit erworben, dieses Programm zur weltweit erfolgreichsten und dynamischsten öffentlich-privaten Partnerschaft für Gesundheit gemacht zu haben.

Beträchtliche Erfolge konnte Jong-Wook Lee vor allem im Kampf gegen Polio erringen. Die von ihm initiierte Initiative "3 by 5" zur Eindämmung von HIV/Aids in der am stärksten betroffenen afrikanischen Region zeigte bereits erste Erfolge.

Besonders am Herzen lag Generaldirektor Lee die zentrale Bedeutung aller im Gesundheitsbereich tätigen Personen, die er heuer unter dem Motto "Working together for health" zum Thema des Weltgesundheitsberichtes und der Generaldebatte bei der 59. WHA gemacht hat. Das Motto "Working together for health" stand auch beispielhaft für sein gelebtes Verständnis von partnerschaftlichem Zusammenwirken für die globale Gesundheit.

"Er war ein Freund Österreichs, der für unser Land und auch das österreichische Gesundheitswesen große Wertschätzung empfand", unterstrich die Gesundheitsministerin.

"Nicht nur die Weltgesundheitsorganisation als Institution, sondern das internationale Gesundheitswesen weltweit verliert mit Generaldirektor Dr. Lee ihre charismatische Leitfigur", so Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat abschließend.

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