Mandak: Kindergeld-Evaluierung noch immer nicht öffentlich

Grüne: Regierung hält brisante Ergebnisse gerne unter Verschluss

Wien (OTS) - "Nicht nur der Kaufvertrag der Abfangjäger, sondern auch mit Steuergeld finanzierte Studien bleiben unveröffentlicht" kommentiert die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, die nach wie vor nicht veröffentlichten Ergebnisse der Kindergeld-Evaluierung. Auch Ministerin Rauch-Kallat ist seit zwei Jahren die Untersuchung über die Auswirkungen des neuen Pensionsrechts auf Frauen schuldig. Offenbar belegt diese Studie, dass Frauen durch die Pensionsreformen verlieren und nicht - wie von der Regierung behauptet - gewinnen. "Man darf beim Kindergeld gespannt sein, ob die 500.000 Euro teure Studie nun abgeändert wird oder einfach unter Verschluss bleibt", so Mandak.

Unbestritten seien laut Mandak zwei Verbesserungen des Kinderbetreuungsgeldes: die Einbeziehung auch nicht erwerbstätiger Eltern, beispielsweise StudentInnen und die Armutsvermeidung während des Kindergeldbezugs. Allerdings stellt sich die Frage der Armutsgefährdung am Tag nach Ende des Kindergeldsbezugs vor allem für Frauen verschärft, da durch die längere Bezugsdauer auch die Wiedereinstiegschancen gesunken seien. "Insgesamt ist die Armutsgefährdung von Familien besorgniserregend gestiegen, dies ignoriert die Regierung leider beharrlich", so Mandak.

Auch die Nachteile des Kindergeldes sind bereits jetzt offensichtlich: der Anteil der Karenzväter ist bei den unselbstständig Erwerbstätigen nicht gestiegen, sondern nur bei nicht Erwerbstätigen und Selbstständigen - und auch dort nur marginal. Ebenso gescheitert ist das Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Gut verdienende Frauen 'scheitern' häufig an der Zuverdienstgrenze, die anderen haben längere Arbeitsmarktabsenzen mit allen negativen Folgen. "Das Kindergeld muss von Grund auf geändert werden und insbesondere eine einkommensabhängige Komponente erhalten", so Mandak abschließend.

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