Seniorenbund kritisiert Position der Wiener SPÖ: Mit 65 schon arbeitsunfähig?

Institutionalisierte Altersdiskriminierung bei der Wiener SPÖ

Wien (OTS) - Bei der Wiener SPÖ gibt es eine Altersklausel, nach welcher jeder Mandatar mit 65 Jahren den Hut nehmen muss. In der heutigen Zeit, wo so viele Menschen wie niemals zuvor bis ins hohe Alter aktiv sind, ist eine solche Klausel geradezu irrsinnig. LAbg.a.D. Mag. Franz Karl, Vorstandsmitglied der Österreichischen Seniorenbundes und Bezirksparteiobmann der ÖVP Meidling: "Warum die Wiener SPÖ ausgerechnet jene Mandatare mit der meisten Erfahrung schon vorzeitig loswerden will, ist völlig unverständlich. Vor allem aber ist eine solche Klausel eine ganz klare Altersdiskriminierung -von wegen 'soziale' Partei!"

Der Gipfel aber ist, dass am SP-Parteitag am 22. April der SP-Vorstand den Antrag stellte, diese unsägliche Klausel abzuschaffen. Ergebnis der Abstimmung: 318 Delegierte gegen, nur 237 für den Antrag des Vorstandes. "Dieses Votum der Delegierten ist eine einzige Katastrophe. Zumindest der Vorstand der SPÖ hat das Faktum der Altersdiskriminierung ja deutlich erkannt. Die Wiener SPÖ hat aber offensichtlich kein Interesse daran, sich Älteren gegenüber korrekt zu verhalten. In Wien bleibt also bei der SPÖ alles wie gehabt - wer älter als 65 ist, ist nicht erwünscht. Das angebliche soziale Gewissen der SPÖ hat also ganz offensichtlich ein Ablaufdatum," so Karl abschließend.

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