Roth-Halvax: Soziale Projekte im gemeinsamen Haus Europa wichtig Bundesratspräsidentin besuchte Hilfszentrum in Rumänien

Wien/Bukarest (PK) - Bundesratspräsidentin Sissy Roth-Halvax besuchte von 18. bis 20 Mai Rumänien. Auf dem Programm ihres Besuchs in Bukarest standen Gespräche mit Nicolae Vacaroiu, dem Präsidenten des rumänischen Senats und Mitgliedern der Rumänisch-Österreichischen Parlamentariergruppe. Zudem sprach die Präsidentin des Bundesrates mit Mircea Popescu, dem Quästor des Senats. Am Nachmittag traf die österreichische Delegation mit dem Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Bogdan Olteanu, zusammen. Es folgten Aussprachen mit der Ministerin für Europäische Integration, Anca Boagiu und Premierminister Calin Popescu Tariceanu.

Der zweite Tag des Aufenthalts in Rumänien war dem Besuch bei sozialen, gesundheitlichen, pädagogischen und kirchlichen Einrichtungen gewidmet. In Tasnad empfing Hugo de Vlaminck,
Pfarrer von Dürnstein, die Bundesratspräsidentin in seinem Hilfszentrum. Roth-Halvax wurde zudem von Bürgermeister Mitrasca Vasile und zahlreichen führenden lokalen Persönlichkeiten, darunter der römisch-katholische Pfarrer, begrüßt. Am Hauptplatz wurde eine eigens für den Anlass gekaufte österreichische Fahne gehisst.

Besonders freute sich Primarärztin Monika Sjek vom Krankenhaus in Tasnad über den Besuch der Vorsitzenden der Länderkammer. Sie und ihre Krankenschwestern versorgen dort ehrenamtlich rund 35.000 Menschen, die ohne Hilfe von Pfarrer Hugo de Vlaminck ohne medizinische Versorgung wären.

Roth-Halvax zeigte sich berührt und beeindruckt von den dortigen Verhältnissen: "Pfarrer Hugo hat schon so viele Geräte hier hergebracht, aber es fehlt noch immer an allen Ecken und Enden.
Die vielen Mitarbeiter, die hier viel unbezahlte Arbeit leisten, hätten sich noch mehr Hilfe aus Österreich verdient. Ich hoffe, jetzt meine Heimat für die Leute hier mobilisieren zu können", so Roth-Halvax. Bisher kam Unterstützung vor allem vom Linzer Krankenhaus. "In der Poliklinik im nahen Satu Mare stehen viele Geräte, die in Linz nicht mehr gebraucht wurden. Hier sind die Goldes wert, weil sie noch voll funktionsfähig und ohne Makel sind", berichtete der ärztliche Leiter Ladislaus Lang über die Hilfe aus Oberösterreich. Das Ultraschallgerät etwa ist das einzige in einem Umkreis von 200 Kilometern.

Den größten Eindruck hinterließ bei Bundesratspräsidentin Roth-Halvax der von Pfarrer Hugo ausgerüstete Kindergarten und die Volksschule für Romakinder. Schon Wochen vor dem Besuch der Bundesratspräsidentin hatten sich die Kinder auf deren Besuch vorbereitet. "Die Freude der Leute dort und deren Herzlichkeit
ist überwältigend. Aber wenn man als Mutter und Großmutter die tristen Lebensverhältnisse sieht, könnte einem das Weinen kommen. Das kann man sich hier in Österreich gar nicht vorstellen", berichtet Roth-Halvax nach ihrer Rückkehr. "Die Leute dort sind
zum Teil niedergekniet und wollten mir die Hand küssen; ich
wusste gar nicht, wie ich damit umgehen sollte. Einmal mehr
erkenne ich, dass im gemeinsamen Haus Europa die sozialen
Projekte ebenso wichtig sind wie die wirtschaftlichen. Ich hoffe, dass gerade Österreich, das schon soviel Europageist gezeigt hat, sich hier jetzt verstärkt einbringen wird".

Vor ihrer Abreise traf Sissy Roth-Halvax mit dem katholischen Bischof von Satu Mare, Eugen Schönberger, zusammen. (Schluss)

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