Fauland gratuliert Jagdkommando zum Titel "Einheit des Jahres"

"Warnung vor materiellem und finanziellem Aushungern"

Wien (OTS) - "Die Soldaten des österreichischen Jagdkommandos wurden gestern im Rahmen des Galaabends "Soldier of the Year" zur Einheit des Jahres gewählt", zeigte sich heute der Wehrsprecher des Freiheitlichen Parlamentsklub-BZÖ und designierter Obmann des parlamentarischen Landesverteidigungsausschusses Abg. Markus Fauland erfreut. "Ich möchte den Soldaten zu ihren hervorragenden Leistungen und dem verdienten Titel gratulieren", so Fauland weiter.

Diese Auszeichnung sei ein Beispiel dafür, dass die gediegene Ausbildung und der ständige Einsatz unserer Soldaten zu herausragenden Leistungen führe, und diese in der Lage seien, trotz schwierigster Rahmenbedingungen, alle an sie gestellten Aufträge zu erfüllen.

Gleichzeitig warnte Fauland aber davor, dass sich das sehr bald ändern könne, da die derzeitige militärische Führung offensichtlich kein Interesse daran habe, die entsprechende materielle und finanzielle Ausstattung des Jagdkommandos sicher zu stellen. Seit drei Jahren liege der obersten militärischen Führung ein Konzept für den Einsatz des Kommando Spezial-Einsatzkräfte vor und werde nicht verfügt. "Deshalb konnten viele notwendige Beschaffungen in den letzten Jahren nicht vorgenommen werden", so Fauland.

"So verfügt nicht einmal jeder Soldat des Jagdkommandos über eine Allwetterbekleidung, obwohl diese bereits vor mehr als 10 Jahren im österreichischen Bundesheer eingeführt wurde und auch bei Waffen und Gerät gibt es wesentliche Mängel", so der Wehrssprecher weiter. Das Jagdkommando ist beispielsweise international für seine Befähigung bekannt, bei Nacht und aus großer Höhe über alpinem Gebiet abzuspringen. "Jetzt wurde nicht nur der Ankauf von Fallschirmgerät untersagt, sondern mit Jahresende soll auch noch genau der Flugzeugtyp ersatzlos außer Dienst gestellt werden, der ein Absetzen von Soldaten aus großer Höhe und mit Spezialgerät ermöglicht", zeigt sich Fauland verärgert.

"Das Bundesministerium für Landesverteidigung wäre gut beraten, diese Mißstände rasch abzustellen und die Einsatzbereitschaft der Spezialeinsatzkräfte - die im übrigen auch von der Bundesheerreformkommission gewünscht wurde - aufrecht zu erhalten und auszubauen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Einführung der vor über einem Jahr versprochenen neuen Jagdkommandozulage", forderte Fauland abschließend.

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