"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR von Eva Weissensteiner: Schmerzensgeld für Westenthaler

Wien (OTS) - Die Diskussion um einen orangen Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl treibt immer kuriosere Blüten. Jetzt wird kolportiert, dass der blaue Ex-Klubchef Peter Westenthaler seine Bereitschaft, für die Schrumpftruppe in den Ring zu steigen, mit der Forderung nach einem Ministeramt verknüpft.

Westenthaler will also vier, fünf Monate vor der angepeilten Herbstwahl Minister werden. Minister für ... was genau? Politische Agitation? Bürgerkommunikation? Parteiwerbung? Könnte hinter Westis Wunsch vielleicht, nur vielleicht, finanzielles Kalkül stecken? Ist es mit der kleinen Regierungspartei so bergab gegangen, dass sie sich einen Spitzenkandidaten nicht mehr leisten kann und ihr Zugpferd via Regierungsmitgliedsgage entlohnen muss?

Für die astreine Polit-Comedy, die das BZÖ (Bester Zirkus Österreichs?) seit seiner Gründung vor gut einem Jahr abliefert, gebührt ihm der Kabarett-Preis "Salzburger Stier". Das Lachen bleibt allerdings spätestens dann im Halse stecken, wenn man sich vor Augen führt, dass diese Spaßtruppe tatsächlich an einigen Hebeln der Macht im Lande sitzt.
Dass Westenthaler für ein Engagement bei Ortstafelverrückern und Geschwindigkeitsflexibilisierern Schmerzensgeld verlangt, ist so gesehen fast schon wieder nachvollziehbar.

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