Kickl: ORF: Lindner soll sich selbst Frage nach Ursache und Wirkung stellen

Pressefreiheit kann nicht am Fuße des Küniglbergs enden

Wien (OTS) - "Auch wenn ich Armin Wolfs parteipolitisch sicherlich nicht unbefangene Weltsicht nicht grundsätzlich und kritiklos teile und sich an dieser Haltung, die wohl auf Gegenseitigkeit beruht, auch in Zukunft kaum etwas ändern wird, so bleibt dennoch als Faktum festzuhalten: Wo er recht hat, hat er recht", sagte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. Unobjektivität, Naheverhältnisse zu bestimmten Parteien und ein von oben herab gesteuertes Hineinregieren in den Redaktionsalltag seien im ORF offenbar an der Tagesordnung und keinesfalls die Ausnahme. Das habe der jüngste Aufschrei bewiesen. Man könne jetzt nicht zu "business as usual" übergehen.

Die Kritik von Wolf und Co. habe die Handelnden offenbar am falschen Fuß erwischt. "Wie sonst wäre es zu erklären, daß genau jene, die die Kritik am meisten betrifft, sich in beharrlichem Schweigen üben", fragte Kickl. Als politische Medienfachleute müßten sie doch wissen, daß man nicht nicht kommunizieren könne.

Der Küniglberg gleiche einem Vulkan, wo jene Kräfte, die etwas zu unterdrücken versuchten, jenen Kräften, die offenkundige Mißverhältnisse ans Tageslicht bringen wollten, zusehends unterlägen, meinte Kickl.

Grotesk sei der Vorwurf der Selbstinszenierung, den Lindner gerade in dieser Sache an Wolf und Co. gerichtet habe, und zwar nicht deshalb, weil sich diese Gruppe nicht selbst inszenieren würde. Aber sie selbst sei schließlich unerreichte Meisterin dieser Disziplin, ausgestattet mit dem Freibrief einer politischen Führung, die den ORF vom Informations- zum Machtinstrument degradiert habe, sagte Kickl. Lindner selbst sei sich bei keiner Gelegenheit zu schade, die Erfüllung des öffentlichen Auftrags hinter den Auftrag der Erfüllungsgehilfenschaft der ÖVP zu stellen. "Stichwort: 1. Reihe fußfrei."

Kickl wies Lindner deshalb darauf hin, daß man den Effekt von "Brandreden" auf andere Art auch durch provokante Teilnahme an bestimmten parteipolitischen Veranstaltungen erreichen könne. Sie möge ihre Kritik an ihrem eigenen Verhalten messen und sich selbst die Frage nach Ursache und Wirkung stellen.

Abschließend sei zu hoffen, daß unabhängiger Journalismus, von wem auch immer eingefordert, letztendlich die Oberhand über ein parteipolitisches Joch gewinne. Die Pressefreiheit könne nicht ausgerechnet am Fuße des Küniglbergs enden.

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