ÖVP will wohl in die Fußstapfen der FPÖ treten

WIK-Vernetzungsbüro solidarisiert sich mit der islamischen Gemeinschaft: Denn die religiöse Überzeugung aufzugeben, bedeutet für viele Moslems ihre Identität zu verlieren.

Wien (OTS) - Die Aussage von Innenministerin Prokop, dass 45 % der Moslems nicht integrationswillig wären, (dies besagt, eine von ihr in Auftrag gegeben Studie) ist für viele Moslems ein Schlag ins Gesicht.

Die Islamfeindlichkeit ist im stetigen Steigen, daher ist bei der Wortwahl - insbesondere wenn sie von PolitikerInnen kommen -Vorsicht geboten. Umso empörender wenn dies nicht stattfindet.
Es ist gefährlich einer großen Minderheit Integrationsunwilligkeit zu unterstellen, ohne die Kriterien für die durchgeführte Studie zu erwähnen.

Auffällig ist, dass die ÖVP die Sündenbock-Politik am Rücken der MigrantInnen betreibt, sobald sie vor den Scherben ihrer Politik steht.

Integration ist keine Einbahnstraße: auch die Mehrheitsgesellschaft wie auch PolitkerInnen sollten Integration fördern. Integration bedeutet Teilhabe an politischen, ökonomischen und zivilgesellschaftlichen Prozessen. Integration bedeutet aber nicht MigrantInnen-Gruppen mit einer unsensiblen Wortwahl wie "Zeitbombe" gegen die Mehrheitsbevölkerung auszuspielen. Und auch ihre Aufforderung Frau Innenministerin Moslems des Landes zu verweisen, ist nicht nur für jene die hier geboren sind schockierend. Wohin wollen Sie diese Menschen denn abschieben, die keine andere Heimat als Österreich kennen?

Es ist weder sinnvoll noch im Interesse Aller, diese wichtige Thematik zu einem Wahlkampf-Thema zu erklären. Womit uns wohl ein noch schmutzigerer Wahlkampf erwartet, als die der FPÖ bei den letzten Landtags- und Gemeinderatswahlen, nur dass dieses Mal eine Christlich-soziale Partei die gleiche Propaganda-Politik anwendet.

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