Trafo-Explosion in Zell am Ziller - Blackout in Österreich knapp verhindert

Notstart von Speicherkraftwerken und in Revision befindliche Leitungen erhielten Stromnetz stabil

Wien (OTS) - Heute um 11.28 Uhr kam es im Umspannwerk Zell am
Ziller der VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG) zum Ausfall des 220/380 kV-Transformators, über den das westliche mit dem östlichen Hochspannungsnetz der APG verbunden ist. Die Störungsursache war eine Explosion des Lastschalters im Transformator. Durch den Ausfall des Höchstspannungstrafos entstand eine äußerst kritische Netzsituation, die nur durch Notmaßnahmen, wie z.B. den Notstart der Speicherkraftwerke Malta in Kärnten sowie durch sofortige Zuschaltung von in Revision befindlichen Leitungen bewältigt werden konnte. Durch die rasche Einleitung der richtigen Notmaßnahmen kam es zu keiner spürbaren Unterbrechung der Stromversorgung für die Stromabnehmer.

Durch die Explosion wurde Öl in geringem Ausmaß in die unmittelbare Umgehung versprüht. Das Öl aus dem Ölausgleichsgefäß konnte zur Gänze in der Ölauffangwanne wie vorgesehen gesammelt werden. Die Behörden wurden unmittelbar nach dem Ereignis verständigt und als Erstmaßnahme wurde das versprühte Öl sofort mit Ölbindemittel gebunden.

Bereits morgen, Freitag, den 19.5.2006, beginnt der Einbau des vor Ort befindlichen Ersatztrafos. Diese Maßnahme wird voraussichtlich einige Tage in Anspruch nehmen.

Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG (Verbund):
Der Verbund erwirtschaftete im 2005 Umsatzerlöse von 2.506,7 Mio EUR. Mit einem operativen Ergebnis von 526,5 Mio EUR und Gewinn nach Steuern ( Periodenergebnis) von 402,1 Mio EUR ist der Verbund mit 2.400 Mitarbeitern als eines der größten börsenotierten Unternehmen Österreichs auch eines der profitabelsten Unternehmen der europäischen Energiebranche. 2005 betrug die Performance der Verbund Aktie 83,8%.

Der Verbund erzeugt mit seinen 107 Wasserkraftwerken und 9 Wärmekraftwerken jährlich etwa 29.000 Gigawattstunden elektrische Energie, das entspricht rund der Hälfte des österreichischen Stromverbrauchs. Die Anlagen gehören zu den modernsten, leistungsfähigsten und umweltfreundlichsten Europas. Insgesamt steht dem Verbund eine Kraftwerksleistung von 8.300 Megawatt zur Verfügung. Die Stromerzeugung des Verbund basiert zu 90% aus umweltfreundlicher Wasserkraft. Die Wasserkraftwerke ersparen pro Jahr Emissionen von 22 Mio Tonnen CO². Der Verbund verfügt auch über ein leistungsstarkes Höchstspannungsnetz, dessen Trassenlänge von 3.300 Km der Entfernung Madrid-Moskau entspricht.

Auf europäischer Ebene ist der Verbund höchst erfolgreich tätig und erwirtschaftet dort 60% seines Umsatzes. Zu den bereits bestehenden Handels- und Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Slowenien, Ungarn und Polen sowie dem Joint Venture in Italien werden derzeit weitere Gesellschaften in Tschechien, der Slowakei und Griechenland aufgebaut.

Im Sommer 2005 startete der Verbund mit dem Direktvertrieb an heimische Endkunden, um die Marktposition in Österreich nachhaltig zu stärken. Derzeit haben sich knapp 30.000 Haushaltskunden für günstigen Strom aus reiner Wasserkraft vom Verbund entschieden.

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Mag. Gerald Schulze
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