Österreichisches Jahrbuch für Politik 2005 präsentiert

Khol stolz auf "Pluralismus" der Beiträge

Wien, 18. Mai 2006 (ÖVP-PD) - "Wir haben versucht, das Jahrbuch diesmal dünner herauszubringen, aber aufgrund der größeren Schrift sind es wieder über 800 Seiten geworden", sagte Nationalratspräsident Dr. Andreas Khol heute als einer von vier Herausgebern anlässlich der Präsentation des Österreichischen Jahrbuchs für Politik 2005. ****

Khol führte aus, dass das Jahrbuch, dessen 29.Band heute im Parlament vorgestellt wurde, wieder "umfassend und aktuell" sei und wies darauf hin, dass die darin enthaltenen Themen "bewusst von allen Seiten" beleuchtet werden. "Wir sind stolz auf diesen Pluralismus und die kritischen Beiträge", so Khol, der besonders auf die Artikel zum Gedankenjahr 2005 und zum Verhältnis von Politik und Religion hinwies. So habe Oliver Rathkolb ausgehend von einer Autoritarismusstudie der 1970er Jahre die Veränderungen in der österreichischen Gesellschaft zu demokratischen Grundwerten hinterfragt. Herausgekommen sei ein kritischer, "aber ermutigender" Beitrag, betonte Khol. So sei der Ruf nach dem starken Mann heute deutlich geringer ausgeprägt als noch vor 30 Jahren.

Khol erwähnte außerdem den Beitrag von Hubert Feichtlbauer, der sich mit der Praxis der Restitutionen und damit zusammenhängenden Fragen auseinandersetzt, sowie Beiträge zum Thema Islam. "Hier wird die österreichische Modellsituation hervorgehoben", sagte der Nationalratspräsident und verwies auf den Umstand, dass der Islam in Österreich bereits seit dem Jahr 1912 anerkannte Religionsgemeinschaft sei.

Besonders interessant sei auch der Jahresausblick der Chefradakteure - dieser gebe die Erwartungen für das laufende Jahr wieder.

Günther Ofner verwies im Anschluss auf seinen Beitrag zum Thema "Fünf Jahre Reformarbeit" und hob hervor, dass sich seit dem Jahr 2000 in Österreich "viel verändert" habe. "Es wurden irreversible Tatsachen geschaffen, die auch durch einen Regierungswechsel nicht geändert werden können", so Ofner. Er bezeichnete Österreich als "Topreformer", wie eine von ihm für das Jahrbuch untersuchte vergleichende Studie zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Bereichen Arbeitsmarkt, soziale Sicherheit, Steuern und Finanzen, Wettbewerb, sowie Bildung und Forschung belege. Österreich habe die EU-Erweiterung genützt.
Stefan Karner ging auf die Kärntner Ortstafelfrage ein und referierte über seine Rolle als Mediator in diesem Bereich, der stets versucht habe, ein Klima des Vertrauens zwischen den einzelnen betroffenen Gruppierungen zu schaffen. In seinem Beitrag schildert er umfassend die Bemühungen um eine diesbezügliche Lösung im Jahr 2005.

Zuletzt ergriff Günther Burkert-Dottolo das Wort. Er beschäftigte sich vor allem mit den Beiträgen im Bereich "Grundsatzfragen" und hob die Bedeutung ethischer Fragen für die Politik hervor. Der Direktor der Politischen Akademie der ÖVP stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die Wertigkeit in diesem Bereich bei den Parteien durchaus unterschiedlich hoch sei. So wisse er etwa nicht, wer für diesen Bereich bei der SPÖ der richtige Ansprechpartner sei, sagte Burkert-Dottolo abschließend.

Österreichisches Jahrbuch für Politik 2005
876 Seiten mit Beiträgen von 51 Autoren, EUR 49,80

Zu bestellen: Redaktionssekretariat des Österreichischen Jahrbuchs für Politik, Frau Vida Kanduth, Tivoligassse 73, 1120 Wien, Fax:
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