Rasinger: Gesetz für zahnärztliche Lehrpraxen heute im Gesundheitsausschuss

Wartezeiten beim Zahnärztestudium sollen damit verkürzt werden

Wien (ÖVP-PK) - An den Medizinischen Universitäten gibt es lange Wartezeiten auf Praktikumsplätze für die Studierenden der Zahnmedizin - teilweise bis zu zwei Jahre. Die Regierungsfraktionen kommen daher einem Vorschlag von Studierendenvertretern der Medizinuniversitäten nach und schlagen deshalb - wie es das bei den Allgemeinmedizinern ähnlich schon gibt - vor, eine "Kann-Bestimmung" zu schaffen, nach welcher zahnärztliche Lehrpraxen eingerichtet werden können, wie es das bei den Allgemeinmedizinern ähnlich schon gibt. Dies soll unter Beteiligung der jeweiligen Universität und der Zahnärztekammer nur durch geeignete Zahnärzte geschehen. Durch diese neue berufsrechtliche Grundlage soll bis zur Hälfte des 72-wöchigen Praktikums in anerkannten Lehrpraxen absolviert werden können. Die Abgeordneten der Regierungsfraktionen Dr. Erwin Rasinger und Elmar Lichtenegger haben deshalb bei der Nationalratssitzung am 26. April einen entsprechenden Antrag betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Zahnärztegesetz und das Zahnärztekammergesetz geändert werden, eingebracht. Dieser steht heute auf der Tagesordnung des Gesundheitsausschusses. ****

"Zur Verkürzung der Wartezeit für die betroffenen Studierenden soll die berufsrechtliche Grundlage geschaffen werden, dass Teile des - im dritten Studienabschnitts vorgesehenen - 72-wöchigen Praktikums, höchstens jedoch die Hälfte, auch außerhalb der Universitätskliniken für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, nämlich in anerkannten zahnärztlichen Lehrpraxen, anerkannten zahnärztlichen Lehrgruppenpraxen, anerkannten zahnärztlichen Lehrambulatorien oder sonstigen anerkannten zahnärztlichen Ausbildungsstätten absolviert werden können", erläuterte der Gesundheitssprecher. Die Entscheidung, ob, in welchem Umfang und in welchen Bereichen eine Verlagerung von Teilen der praktischen zahnärztlichen Ausbildung in Betracht kommt, richte sich dabei nach den studienrechtlichen Vorschriften und obliege der autonomen Entscheidung der Medizinischen Universitäten.

"Die Anerkennung derartiger externer Ausbildungsstätten soll sich nach strengen Qualitätskriterien richten und von der Österreichischen Zahnärztekammer nach Anhörung der Medizinischen Universitäten erfolgen", so Rasinger weiter. Die Ausbildung habe nach den studienrechtlichen Vorschriften, die von den jeweiligen Medizinischen Universitäten zu erlassen sind, zu erfolgen.

Da diese Regelung vornehmlich dem Abbau der Warteliste dient, ist vorgesehen, dass die gegenständlichen Bestimmungen mit Ablauf des 31. Dezember 2012 außer Kraft treten. Nach diesem Zeitpunkt soll die zahnmedizinische Ausbildung wiederum ausschließlich an Universitätskliniken für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde erfolgen. Allerdings werden noch die Ergebnisse der Evaluierung der dislozierten praktischen Ausbildung zu berücksichtigen sein. "Zu einer Überkapazität beziehungsweise zu Wartezeiten sollte es in Hinkunft nicht mehr kommen, da der Zugang zur Studienrichtung Zahnmedizin neu geregelt wurde", schloss der ÖVP-Abgeordnete. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001