Broukal: 3-Prozent-Forschungsziel wackelt

Forschungs- und Technologiebericht 2006 fordert mehr Steuergeld als bisher

Wien (SK) - "Österreichs Forschungsziel: Drei Prozent des Volkseinkommens im Jahr 2010, wackelt. Wenn in den nächsten Jahren nicht mehr Geld in Forschung fließt als bisher, wird dieses Projekt der Bundesregierung scheitern", sagt SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Überdurchschnittliche Anstrengung" gefordert

Die Autoren des "Forschungs- und Technologieberichts 2006" drücken es vornehm, aber unmissverständlich aus. Auf Seite 18 des Berichts schreiben sie: "Unter Beibehaltung der gegenwärtigen Trends UND WEITERER, ÜBERDURCHSCHNITTLICHER Anstrengungen könnte 2010 eine F&E-Quote von 3 Prozent erzielt werden." Will heißen: Was Schüssel und Grasser in den letzten Jahren versäumt haben, lässt sich nur noch mit Mühe aufholen.

Grasser ließ Forschung zwei Jahre lang hängen

Bei genauer Betrachtung des Diagramms auf Seite 16 sieht man, dass Finanzminister Grasser Österreichs forschende Unternehmen und die Universitäten zwei Jahre lang hat hängen lassen. "Der Rückgang des staatlichen Forschungförderungsanteils in den Jahren 2002 und 2003 lässt sich so leicht nicht mehr aufholen", sagt Broukal. "Eine Steigerung um elf Prozent pro Jahr wird notwendig sein, um 2010 doch noch das 3-Prozent-Ziel zu erreichen." (Schluss) cs/mp

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