Sozialistische Jugend fordert Rücktritt der Bildungsministerin

Gehrer verwechselt Bildungspolitik mit Parteipropaganda!

Wien (SK) - Skandalös findet Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), die Tatsache, dass Bildungsministerin Gehrer Teile einer Parteiveranstaltungsrede auf der Homepage des Bildungsministeriums veröffentlicht. Einen weiteren unentschuldbaren Missbrauch ihres Amtes bildet für Dvorak das Versenden dieser Rede an alle Schulen in Österreich. Dvorak sieht sich darin bestätigt, dass die ÖVP mittlerweile dem Größenwahn verfallen ist und Bildungspolitik von Parteipropaganda nicht mehr unterscheiden kann. "Offensichtlich betrachtet die Bildungsministerin die Köpfe der Jugend schon als Parteieigentum. Anders ist dieses Verhalten nicht zu erklären", so Dvorak am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Dvorak erinnert Gehrer daran, dass sie einen bildungspolitischen Auftrag hat, auch wenn sie bisher nichts unversucht gelassen hätte, um diesem nicht gerecht zu werden: "Propaganda kann den Bildungskahlschlag nicht vertuschen, den die ÖVP in den letzten sechs Jahren betrieben hat. Wenn gleichzeitig der Bundskanzler glaubt, die Meinung der Mehrheit der SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern für sich vereinnahmen zu können, dann ist das nur ein weiterer Beleg dafür, dass die ÖVP mittlerweile glaubt, das Meinungsmonopol in diesem Staat gepachtet zu haben. Für diese jüngste Ungeheuerlichkeit sollte zumindest die Bildungsministerin den Hut nehmen." (Schluss) cs/mp

Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, 01 523 41 23 oder 0699 19 15 48 04, http://www.sjoe.at

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0004