Kärnten erhält digitalen Fischereikataster

LR Martinz/LR Rohr: Wesentliche Vorteile durch flächendeckende Digitalisierung ab 2007 - Großes Interesse an "Kärntner Lösung"

Klagenfurt (LPD) - Kärnten baut einen digitalen Fischereikataster auf. Die vorhandenen digitalen Revierdaten werden in einen kärntenweiten digitalen Fischereikataster zusammengefasst und die bisher nur analog vorliegenden Daten in das Informationssystem integriert. Über dieses interdisziplinäre Projekt zwischen Fischereiwesen, Wasserwirtschaft und Landes-EDV und seine Vorteile informierten heute, Donnerstag, die Landesräte Josef Martinz und Reinhart Rohr im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt. Weitere Teilnehmer waren Landesfischereiinspektor Wolfgang Honsig-Erlenburg und der Chef der Wasserwirtschaftsabteilung, Kurt Rohner.

Schon ab 2007 sollte die einheitliche digitale Lösung kärntenweit funktionieren, derzeit sei man dabei, die zwei noch fehlenden Bezirke St. Veit und Spittal zu integrieren, sagte Rohr. Über 7.000 Flusskilometer und über 4.200 Gewässergrundstücke sind bereits eingearbeitet. Das Datenprojekt soll mit reduzierten Inhalten schließlich allen an der Fischerei interessierten Bürgern zugänglich gemacht werden. Wie Rohr sagte, bestehe derzeit bereits großes Interesse aus anderen Bundesländern an der "Kärntner Lösung".

Auch der für das Fischereiwesen zuständige Agrarlandesrat Martinz hob den wichtigen Schritt der Digitalisierung hervor, der bereits 2004 von Rohr und LR Georg Wurmitzer eingeleitet worden ist.
Diese kärntenweite und einheitliche Digitalisierung bedeute eine Entbürokratisierung und gebe Rechtssicherheit, sagte Martinz, der sich selbst zum Kreis begeisterter Petrijünger zählt. Kärntens Fischerei mit allem, was dazugehöre, von der Kulinarik bis zum Sport, befinde sich in einer sehr positiven Entwicklung. Fischereiausbildung und Kooperationen unter Fischern würden immer wichtiger, so Martinz. In Kärnten gibt es an die 9.000 Jahreskartenfischer und rund 20.000 Tageskartenfischer. Auch Kärntens Fischer würden ein Autonomiemodell anstreben und ähnlich der Jagd ein Selbstverwaltungsmodell anstreben, führte Martinz aus. Verhandlungen und Diskussionen darüber würden laufen, eine Novelle zum Fischereigesetz werde verabschiedet.

Weiters wurde von Rohr auf die fischökologischen Sanierungsmaßnahmen und Revitalisierungsmaßnahmen sowie die diesbezüglichen Umweltförderungen hingewiesen. So seien bisher schon 14 Fischaufstiegshilfen vom Land gefördert worden, für weitere vier geplante gebe es bereits eine Zusage.

Der Fischereikataster ist das Verzeichnis aller Fischereirechte eines Bezirks, das bislang als analoges Register und einer Urkundensammlung in den Bezirkshauptmannschaften geführt wird. Durch die Digitalisierung wird die Führung und Verwaltung des Katasters, der nach wie vor bei den Bezirksverwaltungsbehörden liegt, erleichtert und das geografische Informationssystem (Kagis) ergänzt. Fischereiinformationen sind rasch verfügbar, was speziell auch für schutzwasserwirtschaftliche Projekte wichtig ist. Die Daten des Fischereikatasters werden vor allem auch für fischökologische Untersuchungen sowie für Fischbestandsaufnahmen benötigt und genutzt. Nicht zuletzt werden Fischer via Internet mit aktuellen Informationen rund um das Thema Fischerei versorgt.
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