Umwelt-Musterschule HTL 22 mit erstem Nachhaltigkeitsbericht

Wien (OTS) - "Schule und Ökologie gehören zusammen. Nicht allein, dass die Möglichkeit, jungen Menschen ökologisches Wissen zu vermitteln, nirgends größer ist als in der Schule, ist es überdies so, dass unsere Schulen selbst sich der 'Herausforderung Ökologie' stellen und alles unternehmen, um die Schulen umweltgerecht zu gestalten. Eine jener Schulen, die sich hierbei ganz besonders hervorgetan hat, ist die HTL Donaustadt. Mit einer Vielzahl an Umwelt-Projekten und dem nunmehr vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht - dem ersten einer österreichischen Schule überhaupt - zeigt sie ganz klar, dass sie 'DIE Umwelt-Musterschule in Österreich' ist", stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl heute im Rahmen einer Pressekonferenz fest.

"Die Öko-Bilanz der HTL 22 liest sich beeindruckend. Was die SchülerInnen und LehrerInnen hier im Laufe der vergangenen Jahre auf die Beine gestellt haben, verbindet die Anforderungen einer modernen Umweltpädagogik mit den 'Stärken einer technischen Schule'. Mit anderen Worten: Umwelt wird an dieser Schule nicht als 'freiwillige Nebenbeschäftigung' verstanden, sondern eng an die Anforderungen einer höheren technischen Ausbildung geknüpft - sie dient somit in letzter Konsequenz auch der beruflichen Zukunft der Jugendlichen."****

Wie hoch die Leistung der HTL 22 im Umweltbereich einzuordnen ist, wird auch angesichts der Größe der Schule selbst bewusst: Die "Elektronik HTL" in der Donaustadt wird derzeit von ca. 1600 SchülerInnen besucht, ca. 180 pädagogischen und organisatorischen MitarbeiterInnen haben ihren Arbeitsplatz hier. Brandsteidl: "Keine Frage, bei der HTL 22 handelt es sich um einen (pädagogischen) Großbetrieb. Umso größer wiegen der Einsatz und die Erfolge im Bereich des Umweltschutzes. So wichtig es ist, dass sich unsere Schulen - gerade im berufsbildenden Bereich - an den Anforderungen der Wirtschaft orientieren, denke ich, dass auch umgekehrt Lernpotenzial gegeben ist: Die HTL 22 bietet sich hier gewiss als ökologisches Vorbild auch für nicht-pädagogische Großbetriebe an."

Fakten zur "Umwelt-Musterschule":

Trotz des technischen Schwerpunkts hat die nachhaltige Entwicklung im Schulprogramm an der HTL 22 einen gewichtigen Stellenwert. Die HTL 22 ist die erste HTL in Wien, die ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 implementiert und zertifiziert hat.

Aktuell werden überdies drei EU-Projekte durchgeführt, die wichtige Beiträge für den Prozess der nachhaltigen Entwicklung liefern. Dabei handelt es sich um:

o ein Comenius-Projekt zum Thema "Erheben der Situation von Frauen an technischen Schulen", o ein Leonardo Da Vinci-Projekt in Kooperation mit der AUVA unter dem Namen ENETOSH zur Netzwerkbildung im Bereich Arbeitsgesundheit und Arbeitssicherheit sowie o ein bilaterales Projekt unter der Bezeichnung VIPNet mit Schulen aus Bratislava und der Wiener Umweltanwaltschaft in Zusammenarbeit mit NGOs (Global 2000, Südwind, ARGE erneuerbare Energie). Das Thema dieses Projekts ist das Erkennen von Energiesparpotentialen und der Einsatz alternativer Energieträger.

Im Laufe der Jahre wurde die HTL 22 mit zahlreichen Preisen für ihre Umweltleistungen ausgezeichnet, wie z.B.

o 6x Ökoprofit, o 2006 Umweltpreis der Stadt Wien o 2006 Franz Karl Effenberg-Preis für die beste Schule des Jahres im 22. Bezirk

Der Weg und Prozess der nachhaltigen Entwicklung an der HTL 22 wird im Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert. Der Nachhaltigkeitsbericht ist der erste und einzige einer österreichischen Schule und wurde im Mai 2006 fertig gestellt.

Brandsteidl abschließend: "Wenn - so wie im Fall der HTL 22 -Umwelt mehr ist als ein 'Aspekt des Unterrichts', wenn ökologisches Engagement nicht nur von den SchülerInnen eingefordert, sondern von der ganzen Schule gelebt wird, wenn der 'entscheidende Schritt' weitergegangen wird, Ökologie zu einem Parameter von Qualifizierung und künftigem Berufserfolg zu machen, dann weist dies den Weg in die Zukunft: Ich danke allen SchülerInnen und LehrerInnen der HTL 22 für ihr großes Engagement und wünsche mir, dass sich möglichst viele Schulen in ganz Österreich an dieser Muster-Umweltschule ein Beispiel nehmen." (Schluss) ssr

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