Stöckl in der ZUK: Wenn Fernsehen etwas mit Menschen "tut", dann ist es gut

Wien (SK) - Im Rahmen der Gesprächsreihe "Zwischentöne" diskutierte am Mittwoch in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte die SPÖ-Abgeordnete zum Bundesrat und Leiterin der ZUK, Gertraud Knoll mit der Moderatorin und Fernsehjournalistin Barbara Stöckl über das Thema "Welchen Wert hat die Unterhaltung?". Knoll hinterfragte, ob gewisse Unterhaltungsformate nicht bewusst eingesetzt würden, damit Menschen "ihre Lebenswirklichkeit weglegen können". Stöckl empfinde die "Sehnsucht nach Zauber und heiler Welt" als eine "Gegenbewegung zu den täglich manifesten Problemen", was für sie aber in Ordnung sei. ****

Stöckl werte Unterhaltungssendungen nicht. "Alles hat seine Berechtigung, wenn das Maß stimmt", so die Moderatorin. Angesprochen auf die Unterschiede zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehanbietern meinte Stöckl, "Unterschiede gebe es, Gott sei Dank, schon noch", so habe der ORF als einziger öffentlich-rechtlicher Anbieter eine Kulturberichterstattung zur "Primetime", hob Stöckl hervor. "Im Detail passiert sehr viel", ob das genug ist, müsse jeder für sich entscheiden, so Stöckl.

Die Macht der Bilder stelle eine "ungeheure Verantwortung" für die Fernsehmacher dar, Bilder würden auch die politische Dimension betreffend immer mächtiger, hob Knoll hervor. "Wenn die Kraft der Bilder etwas bewegen kann, dann ist das positiv", man müsse sich aber immer dieser Verantwortung bewusst sein. Es sei eine ständige Gradwanderung zwischen Information, Emotion und Unterhaltung, so Stöckl. Wenn die Urteilsfähigkeit von Menschen geschärft werde und wenn Sendungen eine Grundlage bieten, um "als wacher Mensch durch die Welt zu gehen", dann habe Unterhaltung einen enormen gesellschaftspolitischen Wert, so Stöckl abschließend. (Schluss) ar

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