Luise Gubitzer (WU Wien) beim AKNÖ-Dialogforum: Im Haushalt herrscht für Frauen Vollbeschäftigung

Wissenschaftliche Tagung der AKNÖ am 28. Juni - Schwerpunkte Wirtschaft, Soziales, Bildung

Wien (AKNÖ) - Auf Initiative von Arbeiterkammer und ÖGB Niederösterreich findet am Mittwoch, 28. Juni im Schloss Reichenau an der Rax eine international besetzte Wissenschaftsenquete statt. Luise Gubitzer von der WU Wien wird dabei einfordern, den Blick nicht nur auf den profitorientierten Wirtschaftssektor zu richten: "Auch im Non-Profit-Sektor und im Haushalt werden Leistungen erbracht und Werte geschaffen." AKNÖ-Präsident Josef Staudinger: "Wir haben sehr viel Expertenwissen und wollen unsere Grundlagenarbeit noch besser in der Diskussion mit Wirtschaftswissenschaftern reflektieren."

Für Univ.-Prof. Luise Gubitzer, die zum Thema "Beschäftigungswachstum - Wachstum ohne Beschäftigung" referieren wird, ist das Stadium der Reichtumsökonomie erreicht. Der Staat hat deshalb nicht ausgedient, sondern im Gegenteil, er hat "Einfluss- und Gestaltungsverpflichtung im ökonomischen Bereich". Wichtige ökonomischen Bereiche sind für Luise Gubitzer nicht nur der For-Profit-Sektor, auch der öffentliche Sektor, der Non-Profit-Sektor, der informelle und nicht zuletzt der Haushaltssektor sollten im Ganzen betrachtet werden. Gubitzer: "Vor allem im Haushaltssektor herrscht für viele Frauen und wenige Männer Voll- oder Überbeschäftigung." Beschäftigungskonzepte der Zukunft sollten berücksichtigen, dass viele Menschen dreifach beschäftigt -aber nur einmal bezahlt - sind: in der Erwerbsarbeit, im Haushalt und oft als ehrenamtlich Tätige. Die Ökonomin bezieht auch den informellen oder illegalen Sektor in ihre Analyse mit ein: "Auch dort wird gewirtschaftet und wirtschaftliche Interessen durchgesetzt."

Wirtschaftspolitische Diskussion mit Gunther Tichy und Ingrid Kurz-Scherf Zu Fragen der Wirtschaftspolitik werden außer Luise Gubitzer auch Ingrid Kurz-Scherf (Leiterin des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin) und Gunther Tichy (Univ. Graz) teilnehmen. AKNÖ-Direktor Helmut Guth: "Die unterschiedlichen Standpunkte werden für eine lebhafte Diskussion in- und außerhalb der Interessenvertretungen der Arbeitnehmer sorgen."

Enquete mit Kinderbetreuung: Anmeldungen ab sofort möglich, Teilnahme kostenlos Nähere Informationen und Kurzfassungen der Diskussionsbeiträge der WissenschafterInnen sind auf der Homepage www.dialog-forum.at abrufbar. Anmeldungen sind auch über die Homepage möglich. Die Teilnahme an der diesjährigen Wissenschaftlichen Enquete am 28. Juni im Schloss Reichenau ist kostenlos. Für Kinderbetreuung ist gesorgt.

Rückfragen: Projektleiterin Dialogforum Hirschwang: Dr. Sonia Raviola, Tel. 05-7171-1202 DW.

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