Seniorenbund: Ältere Autofahrer sind keine Risikolenker!

Einseitig negative Medienberichte müssen korrigiert werden: Nicht Ältere sondern Jüngere verursachen die meisten Unfälle

Wien (OTS) - Kürzlich ist eine Studie zur Verkehrssicherheit veröffentlicht worden. In den Medien wurden die Ergebnisse dieser Studie völlig verzerrt, negativ und einseitig mit Titeln wie "Senioren sind Risiko-Lenker" oder "Alt + Autofahren = riskant" wiedergegeben. Mit speziell an die Medien gerichteten kritischen Worten weist Heinz K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes, darauf hin, dass die Studie (eines Instituts "Gute Fahrt") das genaue Gegenteil besagt: Die meisten Unfälle verursachen nicht die älteren, sondern die jüngeren Autolenker. Bis zum Alter von 75 Jahren sind die Senioren wesentlich sicherer als die Jüngeren unterwegs. Erst für Autofahrer ab 75 rät die Studie zu erhöhter Vorsicht, da ab dann das Unfallrisiko wieder steigt. Becker dazu:
"Gerade die Senioren sind sich ihrer Verantwortung und Grenzen im Straßenverkehr nachweislich bewusster als jüngere Lenker und agieren wesentlich vorsichtiger und verantwortungsvoller. Wir vom Seniorenbund sehen uns völlig in unserer Position bestätigt, denn wir treten grundsätzlich für die erhöhte Eigenverantwortung der Bürger ein, in diesem Fall speziell der Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr, die durch falsche Schlagzeilen krass diskriminiert werden. Völlig grundlos wurde von Journalisten das Gefahrenbild älterer Autolenker in den Raum gestellt. Tatsächlich sind aber gerade Senioren nicht (!) für die meisten Unfälle verantwortlich. Die Studie zeigt auch deutlich, dass die immer wieder aufflammende Diskussion über irgendwelche Zwangsmaßnahmen, wie etwa Beobachtungsfahrten für Ältere, völlig fehl am Platz ist. Wir müssen daher als Seniorenvertreter an die journalistische Ethik und Verantwortung appellieren: Zuerst eingehend recherchieren - und dann seriös berichten!", fordert Becker.

Die Fakten der Studie sprechen für sich:

  • Bei einem Drittel aller Unfälle sind nach wie vor 18 bis 24Jährige beteiligt.
  • Für junge Menschen ist der Verkehrsunfall die häufigste Todesursache.

Becker: "Die meisten Unfälle passieren aufgrund von nicht angepasster Fahrgeschwindigkeit (35,9%), Vorrangverletzung (15,7%) und Überholen (8,5%). Gerade diese Unfallursachen finden sich in maximaler Größenordnung bei den jüngeren Autofahrern. Demgegenüber fahren erwiesenermaßen ältere Lenker in der Regel viel vorsichtiger:
Aufgrund ihrer Erfahrung können sie ihre Fähigkeiten und Grenzen ganz einfach besser einschätzen, wie auch andere Studien eindeutig belegen.

"Gerade die Senioren haben eine solche Diskriminierung am allerwenigsten verdient: Senioren fahren sicherer!" so Becker abschließend.

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