Kickl: ORF: Armin Wolf bestätigt Kritik der FPÖ

Umdenken im ORF ist unumgänglich

Wien (OTS) - Für seine offenen Worte bei seiner Dankesrede für den Robert-Hochner-Preis sei Armin Wolf Respekt und Anerkennung zu zollen, erklärte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. Mit seiner Kritik am System der politischen Einflußnahme und seiner ungeschönten Darstellung des Machtmonopols der ÖVP habe Wolf das bestätigt, was die FPÖ immer schon gesagt habe.

Es sei ein bemerkenswertes Ereignis, diesen Sach-Miß-Verhalt in jüngster Zeit auch von prominenten journalistischen Stimmen aus dem ORF immer öfter und lauter bestätigt zu bekommen, wobei man sich natürlich auch fragen müsse, wie es zu erklären sei, warum der Leidensdruck mancher gerade jetzt so groß geworden sei, daß man öffentlichkeitswirksam Druck ablasse, sagte Kickl. Freilich erhalte man nicht jeden Tag eine hohe Auszeichnung samt dazu gehöriger Möglichkeit, vor einem ausgewählten Auditorium zu sprechen. Doch es hätte in der Vergangenheit auch schon andere Möglichkeiten und andere Gelegenheiten gegeben. Wolfs Plädoyer für Pluralismus sei dennoch zu unterstützen, sofern er damit nicht allein die Wiederkehr des Dualismus gemeint habe. Die Forderung nach "echter Kompetenz" und "internem Wettbewerb" sei ebenso sehr zu unterstützen.

Es sei zu hoffen, daß diese Anflüge einer Perestrojka, getragen von einigen Redakteuren, auch nach den politischen Weichenstellungen im ORF der nächsten Monate erhalten blieben und nicht nach der Verteilung von Posten und Positionen wieder alles den gewohnten Gang nehme, erklärte Kickl. Die politische Machtkonzentration im ORF habe tatsächlich das Maß des Unerträglichen längst überschritten. Schüssel verfüge mittels der politischen Chefetage über den ORF in beinah gleich uneingeschränkter Manier wie Berlusconi über seine Privatsender. Der öffentlich-rechtlichte Auftrag scheine über weite Strecken nur noch als Legitimationsinstrument für die Gebühreneinhebung zu dienen.

Die FPÖ unterstütze jede Entwicklung, die der journalistischen Freiheit wieder jenen Raum gebe, der im Begriff der Sache selbst liege, betonte Kickl. Journalistisch-kritische Arbeit in Äquidistanz zu allen Parteien müsse das einzige Unternehmensprinzip im politischen Bereich für ein öffentlich-rechtliches Medium sein. Man dürfe gespannt sein, wie jene, die die Kritik mehr als alle anderen betroffen habe, reagieren werden. Auch wenn es erwartungsgemäß nach außen nicht mehr als Lippenbekenntnisse sein werden und nach innen hin wohl schon die nächsten Maulkörbe bereit gestellt seien, ändere das nichts daran, daß ein Umdenken, wie u.a. Armin Wolf es angesprochen habe, unumgänglich sei.

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