Bäcker zu AK: Preise bester Beweis für Wettbewerb

Unterschiedliche Herstellungsverfahren führen zu unterschiedlichen Preisen

Wien (PWK327) - Klare Worte zu den von der AK publizierten Preisen für Bäckereiprodukte findet heute, Dienstag, der Bundesinnungsmeister der Bäcker, Heinz Hofmann: "Die unterschiedlichen Preise für Brot und Backwaren sind der beste Beweis, dass in Österreich der Wettbewerb funktioniert. Gerade die AK ist der Meinung, dass Qualität auch etwas wert sein muss. Hätten wir Einheitspreise für Brot und Gebäck, wäre die AK wohl auch nicht zufrieden!"
Überdies ist die Richtigkeit dieser Preiserhebung sehr fraglich, da Rückfragen bei Bäckern mit niedrigen Handsemmelpreisen ergaben, dass es sich hier tatsächlich um Preise für normale Semmeln handelt. Zudem zeigt die Liste, dass nicht nur Bäcker miteinander verglichen werden sondern sehr wohl auch Supermarkt - Filialen von Billa, Spar und Adeg - entgegen der Ankündigungen der AK - in den Vergleich miteinbezogen wurden. So stammt das Mischbrot zum Preis von Euro 1,99 aus einer Spar - Filiale. In einer anderen Spar - Filiale kostet ein Kilo Mischbrot Euro 2,29, in einer Billa - Filiale Euro 2,38 und bei einem Adeg Euro 2,59.

"Auch Spezialbrot ist nicht gleich Spezialbrot - es kommt auf die Art der verwendeten Körner und den Kornanteil an. So ist ein Kürbiskernbrot ein Spezialbrot, kann jedoch aufgrund der höherwertigen Zutaten nicht mit einem Kümmelbrot, das ebenfalls ein Spezialbrot ist, verglichen werden", erläutert Hofmann. Verantwortlich für die unterschiedlichen Preise für Brot und Backwaren sind aber auch die verschiedenen Kostenstrukturen und die unterschiedlich Qualität der Produkte. So hat ein handwerklicher Bäcker höhere Kosten als ein Industriebetrieb, kann jedoch durch kleinere Produktionsmengen spezieller auf die Kundenwünsche eingehen. "Zieht man allein das Mischbrot als Vergleich heran, so kann dies maschinell oder mit der Hand hergestellt werden, im Holzofen oder im Schnellbackofen, mit langer oder kurzer Teigführung gebacken werden. Ganz klar, dass sich hier schon allein aufgrund der höheren Personalkosten in der Produktion unterschiedliche Preise ergeben", so der Bundesinnungsmeister. Nicht umsonst sind die gewerblichen Bäcker der größte Arbeitgeber im Backwarenbereich. Trotz einer Strukturbereinigung konnte der Personalstand und damit die Arbeitsplätze auf stabilem Niveau gehalten werden.
Der Konsument sei schlussendlich derjenige, der darüber entscheide, ob er für Qualität und Frische auch bereit sei, mehr zu zahlen. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Bundesinnung der Bäcker
Dr. Reinhard Kainz
Tel.: (++43) 0590 900-3650
Fax: (++43) 01 504 36 13
lebensmittel.natur@wko.co.at
http://www.baecker.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0006