Königsberger-Ludwig: Prokop soll die Integrationsstudie raschest dem Parlament zugänglich machen

Wien (SK) - "Als Mitglied des Innenausschusses fordere ich, wie schon mein Fraktionskollege Erwin Niederwieser, von Innenministerin Prokop eine rasche Veröffentlichung der Studie zur Integrationsbereitschaft von Muslimen. Die Diskussion um ein so ernstes Thema mit ein paar pauschalen Behauptungen und Prozentzahlen ausschließlich über die Medien anzuzetteln, anstatt wissenschaftlich fundierte Ergebnisse vorzulegen, ist höchst unseriös!", kritisiert die SPÖ-Nationalrätin Königsberger-Ludwig die Vorgehensweise von Innenministerin Prokop. ****

"Wenn der Ministerin die Integration ein ernstes Anliegen ist, müsste es doch auch in ihrem Interesse sein, die Studie dem Innen-Ausschuss vorzulegen, ExpertInnen dazu einzuladen, die Studie als Ganzes zu betrachten, um dann ernsthaft zu überlegen, was zu tun ist. So hätte ich mir die Vorgehensweise von Anfang an gewünscht. Stattdessen hat die Innenministerin mit einer flapsigen Botschaft zum Wochenende für viel Unruhe gesorgt und mit einer einzigen Zahl, die sie hat fallen lassen, wieder einmal Ängste geschürt und Ressentiments provoziert. Ich hätte mir von einer erfahrenen Politikerin wie Liese Prokop mehr Umsicht, Kooperationsbereitschaft und eine ehrliche Auseinandersetzung mit diesem Thema erwartet", zeigt sich Königsberger-Ludwig enttäuscht.

"Die ÖVP und die zuständige Ministerin tun der Integrationspolitik und vor allem den vielen 'integrationswilligen und integrierten ausländischen MitbürgerInnen' in Österreich keinen guten Dienst, wenn sie derart einseitig den komplexen Bereich der Integration zu einem Wahlkampfthema machen", schloss die SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) js/mm

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