Vergabeverfahren LKH Klagenfurt Neu: Einzelgewerke kommen zum Zug

LH Haider: Ausschreibung stärkt heimische Wirtschaft - LHStv. Strutz: Sämtliche Ausschreibungen auf Internet-Homepage des Landes und der KABEG

Klagenfurt (LPD) - Klagenfurt erhält mit dem LKH Neu eines der modernsten Gesundheitszentren Europas. Die nun vorliegenden Ausschreibungs- und Vergabemodalitäten für die künftigen Bauarbeiten, sie erfolgen ab Juni dieses Jahres, stellten heute, Dienstag, im Rahmen einer Presskonferenz Wirtschaftsreferent LH Jörg Haider und KABEG-Aufsichtsratsvorsitzender LHStv. Martin Strutz gemeinsam mit KABEG-Chef Franz Sonnberger vor. Das klar definierte Ziel lautet dabei: Es gibt keinen Generalunternehmer, das Vergabeverfahren erfolgt EU-konform laut dem neuen Bundesvergabegesetz 2006 über Einzelgewerke bzw.über Gewerbepakete.

Die aufwendige Leistungsbeschreibung für die Gewerke sei abgeschlossen, der Start der Ausschreibungen beginne im Juni 2006, gab der Wirtschaftsreferent bekannt. "Die gewählte Vorgangsweise liegt im Interesse der heimischen Wirtschaft, bietet heimischen Unternehmern somit die Chance, Mitbewerber zu sein und zum Zug zu kommen." Rund 85 Gewerke bzw. zusammengehörige Einzelgewerke in Form von Gewerbepaketen mit 30.000 Positionen sind in den Ausschreibungen enthalten. Bis Dezember 2006 sollen 38 Gewerke ausgeschrieben und vergeben werden. Sie reichen von den Baumeisterarbeiten über die Sanitär-, Stark- und Schwachstromanlagen bis hin zu den Schlosserar-beiten u.v.m. "Mit dieser Vorgangsweise bleiben 85 bis 90 Prozent der Aufträge in Kärnten", so Haider. Der Spatenstich und Baubeginn für das LKH Neu wird im September 2006 erfolgen, die Inbetriebnahme erfolgt ab Jänner 2010. Für das neue Ver- und Entsorgungszentrum (VEZ) und das chirurgisch-medizinische Zentrum (CMZ) sind Investitionen von rund 314 Millionen Euro vorgesehen. Im heurigen Jahr werden davon 150 Millionen Euro für öffentliche Aufträge vergeben, im Jahr 2007 rund 50 Millionen. Die Planungskosten bis 2005 beliefen sich auf 25 Millionen Euro, derzeit sind rund 120 Planer tätig.

Im Bezug auf künftige Kooperationen des LKH Klagenfurt Neu mit den öffentlichen Krankenanstalten bzw. den Ordensspitälern gibt es bereits eine verbindliche Leistungsangebotsplanung. "Sie gilt es umzusetzen, um das Ziel der Finanzierung des LKH Klagenfurt Neu zu erreichen und damit die Spitäler in den Regionen zu erhalten", teilte Haider mit.

"Durch das Vergabeverfahren bleibt eine sehr hohe Wertschöpfung in Kärnten", begründete Strutz das gewählte Vergabemodell für das zweitgrößte Bauvorhaben Kärntens nach der Großglockner-Hochalpenstraße. Während der intensiven Bauzeit werden mehr als 1.000 Beschäftigte auf der Großbaustelle tätig sein. Bei der Ausschreibung sollen auch jene Firmen bevorzugt werden, die heimische Arbeitskräfte beschäftigten, teilte Strutz mit. Damit sich alle Unternehmen ausführlich über das Projekt und die Ausschreibungen informieren können, werden auf der Internetseite der Kärntner Landesregierung (www.ktn.gv.at) und auf der KABEG-Homepage (www.kabeg.at) die Ausschreibungen veröffentlicht werden. Strutz appellierte auch an die Kärntner Klein- und Mittelständischen Betriebe sich an den Ausschreibungen zu beteiligen.

Sonnberger hob die künftige fächerübergreifende Zusammenarbeit in den medizinischen Zentren bzw. mit den externen Krankenhäusern und dem Bettenpool hervor. Er wird 1.296 Betten bzw. 67 tagesklinische Betten umfassen. Das LKH Klagenfurt Neu sollte aber nicht an seinen Betten, sondern an seinem neuen mikro- und makroflexiblen Konzept gemessen werden. Dieses sei umso wichtiger, da sich die Medizin äußerst rasant weiterentwickle.
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