Trunk: Haiders Position zum Abfangjäger-Ankauf birgt noch viele offene Fragen

Wien (SK) - "Es wird Zeit, dass der Kärntner Landeshauptmann und BZÖ-Chef endlich die Karten auf den Tisch legt: Was ist im September 2002 wirklich passiert? Und inwiefern haben die Ereignisse die Position Haiders zum Ankauf der Eurofighter beeinflusst?", so die Kärntner SPÖ-Abgeordnete Melitta Trunk am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Denn dass die noch immer im Dunkeln liegenden Geschehnisse vom September 2002 die öffentliche Meinung Haiders zu den Eurofightern beeinflusst haben, sei, so Trunk, "schwer von der Hand zu weisen". ****

Denn die Position Haiders war zuerst massiv gegen den Ankauf, dann "herrschte Schweigen von Seiten des Landeshauptmanns, um schließlich sang und klanglos beim Abstimmungsverhalten auf Regierungslinie einzuschwenken". Trunk erinnerte, dass Haider im September 2002 in ganz Kärnten plakatieren habe lassen "Haider stoppt die Abfangjäger". Im selben Monat berichtete Haider den Medien entsetzt von einer nächtlichen Begegnung mit einem Unbekannten, im Zuge deren "massive Drohungen" gegen ihn und seine Familie im Zusammenhang mit seiner Gegnerschaft zum Abfangjägerkauf ausgesprochen worden sein sollen. Ebenso sprach Haider von angeblich strafrechtlich verfolgbaren Tatbeständen bei der Abfangjäger-Entscheidung. "Danach wurde es seltsam still um Haiders Position zu den Eurofightern", so Trunk.

Am 11. Juni 2003 schließlich haben Haider und seine damals noch FPÖ-Nationalratsabgeordneten dem Ankauf der Eurofighter zugestimmt. "Es ist hoch an der Zeit, dass die Bevölkerung umfassend darüber informiert wird, ob die Zustimmung des BZÖ-Chefs und Kärntner Landeshauptmanns aufgrund von Erpressung erfolgte, oder nicht", forderte Trunk eine lückenlose Aufklärung der Affäre. (Schluss) up

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