WWF Österreich trauert um Günther Nenning

Wien (OTS) - Der WWF Österreich bedauert das Ableben von Günther Nenning. "Mit ihm verliert die österreichische Umweltbewegung einen großartigen Vorreiter", zollt ihm WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger Respekt. "Nenning war nicht immer allen bequem. Durch seine charimatische, oftmals kauzige Art gelang es ihm jedoch immer wieder, die Menschen über alle politischen Grenzen hinweg für den Natur- und Umweltschutz zu mobilisieren", so Aichberger weiter.

Als einer der Gründungsväter der Ökologiebewegung hatte Nenning bereits in den 1970er Jahren mit Mitstreitern wie dem Zukunftsforscher Robert Jungk gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf agitiert. Seit 1983 war er gemeinsam mit dem WWF und 20 anderen Umweltgruppen in der Kampagne "Rettet die Auen" aktiv, die schließlich als "Aktionsgemeinschaft gegen das Kraftwerk Hainburg" massiv gegen das geplante Donaukraftwerk auftraten. Im Kreise prominenter Umweltaktivisten wie Jörg Mauthe, Bernd Lötsch und Freda Meissner-Blau beteiligte sich "Auhirsch" Nenning am gewaltfreien Widerstand gegen das Kraftwerk. Er war einer der Proponenten des "Konrad Lorenz-Volksbegehrens", das über 350.000 Unterschriften für die Erhaltung der Hainburger Au gesammelt hatte. "Nenning war maßgeblich daran beteiligt, dass die Hainburger Donauauen schließlich im Oktober 1996 nach 18 konfliktreichen Jahren zum Nationalpark erklärt wurden. Ohne ihn wäre der Nationalpark Donau-Auen nicht möglich gewesen!", so Aichberger abschließend.

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