Journalistengewerkschaft trauert um Günther Nenning

Vorreiter für Kollektivvertragsrecht und journalistische Freiheit

Wien (DJP/ÖGB) - Die Journalistengewerkschaft trauert um ihren langjährigen Präsidenten Günther Nenning. Dieser habe vor allem "unschätzbare Verdienste" um den journalistischen Kollektivvertrag erworben, betont die Journalistengewerkschaft, die Nenning´s Engagement für einen freien und unabhängigen Journalismus würdigt.++++

Eine vor allem im Licht der aktuellen Diskussion wichtige Rolle spielte Nenning auch als "gewerkschaftlicher Querdenker." "Eine verstaubte, autoritäre Gewerkschaftsführung hat ihn aus der Gewerkschaft ausgeschlossen, er wurde aber auf Druck der Journalistengewerkschaft wieder voll rehabilitiert und schließlich wieder aufgenommen", erinnert Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier (DJP), an vergangene Turbulenzen innerhalb des ÖGB.

Nicht zuletzt Nenning´s Ausschluss habe zu Wechsel der Journalisten von der Gewerkschaft Kunst, Medien, Freie Berufe (die Nenning vor die Tür setzte) zur DJP geführt. Zahlreiche Forderungen, der gewerkschaftlich organisierten Journalistinnen und Journalisten,

die aus den damaligen Erfahrungen resultieren - Demokratisierung des ÖGB, Frauenquote, mehr Transparenz - seien heute aktueller denn je, betont die Journalistengewerkschaft. ÖGB, 16. Mai 2006 Nr. 355

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Franz C. Bauer
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