AK verlangt bessere Informationen für Kreditkarten-Kunden (2)

AK gibt Tipps zum Zahlen im Urlaub mit Bargeld und Plastikcards

Wien (OTS) - Anlässlich des aktuellen AK Urlaubszahlungsmittel-Tests zeigt sich, dass es bei Kredit- und Prepaid-Karten ein Kursrisiko gibt. Denn die Umrechnung erfolgt nicht zum Kurs des Einkaufstages, sondern zum Kurs jenes Tages, an dem der Umsatz bei der Kreditkartengesellschaft zur Verrechnung eintrifft. Die AK verlangt daher klare, transparente Regelungen zur Devisenkurs-Verrechnung. Es müssen die verrechnende Bank und der Verrechnungszeitpunkt am Kontoauszug angegeben sein. Außerdem sollen Kreditkartenfirmen auf ihren Internetseiten Informationen über die Währungen anführen. Nur eine Kreditkartenfirma macht das.

Tipps der AK Konsumentenschützer
+ Klären Sie vor Urlaubsantritt, ob die Karten im Urlaubsland akzeptiert werden. Informationen über die Anzahl und Dichte von Bankomaten und -kassen gibt es bei der Europay Austria www.europay.at.
+ Bargeld allein ist vergleichsweise teuer und hat das größte Sicherheitsrisiko. Wird’s gestohlen, haben Sie den ganzen Schaden. + Bewahren Sie Bargeld und andere Zahlungsmittel nie gemeinsam auf. + Verwahren Sie Ihre Karten sorgfältig und schreiben Sie niemals den PIN auf.
+ Heben Sie nicht oft Kleinbeträge ab, das ist wegen der Mindest-oder Fixgebühren unwirtschaftlich.
+ Barbehebungen mit der Kreditkarte sind sehr teuer.
+ In Ländern mit sehr hohen Wechselkursschwankungen kann das Zahlen mit Plastikgeld Überraschungen mit sich bringen: Steigt der Kurs bis zur Abrechnung an, so wird der Rechnungsbetrag entsprechend höher. Seit 1999 gibt es keine einheitliche Kursbildung mehr. Sie wissen also zum Zeitpunkt des Bezahlens nicht, welcher Kurs verrechnet wird.

+ Teilzahlungen mit der Kreditkarte sind sehr teuer - bis zu 14 Prozent Sollzinsen im Jahr.
+ Bewahren Sie Rechnungen auf, die Sie mit Kreditkarte bezahlt haben und kontrollieren Sie die Monatsabrechung. Bei strittigen Umsätzen können Sie bei der Kreditkartenfirma innerhalb von 30 Tagen Einspruch erheben.
+ Notfallszettel mit Kartennummern und Telefonnummern für die Sperren im Fall eines Diebstahls oder Verlusts immer getrennt von den Zahlungsmitteln aufbewahren.
+ Bei Verlust der Karte veranlassen Sie die sofortige Sperre. Bei Kreditkarten können Sie gleich die Ausstellung einer Ersatzkarte beantragen. Bei Diebstahl unbedingt eine Anzeige bei der Polizei machen.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter http://arbeiterkammer.at.

Rückfragen & Kontakt:

Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

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