EU-Parlament diskutiert Saisonalität im Tourismus

WKÖ-Präsident Leitl bei Tagung "Tourismus und Reisesaisonen" am 8. Juni in Brüssel - Österreichische Initiative zur Entflechtung der Reiseströme

Wien (PWK322) - - Auf Initiative Österreichs, das dringend an
einer besseren Abstimmung der Ferienzeiten in Europa interessiert ist, befasst sich das Europäische Parlament am Donnerstag, 8. Juni, mit dem Thema "Tourismus und Reisesaisonen" ("Tourism and Seasonality"). Österreichs Tourismuswirtschaft, die jüngst mit der Entflechtung der Reiseströme für den Februar 2008 einen ersten großen Erfolg auf ihre Fahnen heften konnte, ist bei dieser Tagung durch WKÖ-Präsident Christoph Leitl prominent vertreten. An der Tagung nehmen EU-Parlamentarier sowie Spitzenvertreter der Tourismuswirtschaft der EU-Staaten teil.

Der Anstoß zur ersten "Seasonality Conference" kommt von der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich. Gemeinsam mit den Europa-Abgeordneten Margie Sudre, Vorsitzende der "Intergroup Tourisme", und Otmar Karas, Vorsitzender der KMU-Intergroup und Vizepräsident der EVP-ED-Fraktion im Europäischen Parlament, treten die Experten der Tourismus-Sparte auch als Einladende auf.

Europas Tourismuswirtschaft, die sich zu 99 Prozent aus Klein- und Mittelbetrieben zusammensetzt, unterliegt bekanntlich starken saisonalen Nachfrageschwankungen. Dies führt zu einer hohen Fluktuation in der Beschäftigung. Dank ihrer Beschäftigungsreserven hat die Tourismuswirtschaft andrerseits das Potenzial, wesentlich zur Erreichung der "Lissabon-Ziele" von mehr Wachstum und einer gesteigerten Beschäftigung in Europa beizutragen.

Grundlegende Ziele der Tagung sind daher - neben der erwähnten Diskussion über eine bessere Verteilung der Reiseströme zur Auslastung der Nebensaisonen - die Nutzung des touristischen Potenzials in Europa im Sinne der Lissabon-Agenda sowie die Stärkung und Erhaltung der KMU-Strukturen in den europäischen Tourismusregionen. Dazu kann, wie es in der Einladung heißt, der Abbau saisonal bedingter Wettbewerbsverzerrungen wesentlich beitragen. Die Vorschläge gehen dahin, dass die EU-Kommission in Brüssel künftig "Best Practice"-Beispiele aus diesem Bereich sammeln und den Mitgliedsstaaten zur Verfügung stellen soll.

Präsident Leitl wird in seinem Eröffnungsreferat zu den hier aufgezeigten Problemen Stellung nehmen. Das Hauptreferat am Vormittag hält EU-Sozial- und Beschäftigungskommissar Vladimir Spidla. Anschließend wird in zwei Workshops über die "Ursachen saisonaler Fluktuationen und ihre Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft" sowie über Fallstudien diskutiert. (hp)

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