Hlavac: Zahlen aus Prokop-Studie nicht nachvollziehbar

Schwere Versäumnisse der Regierung bei Integration - Aussagen Prokops Eingeständnis ihres Scheiterns

Wien (SK) - "Sehr erstaunt" zeigt sich SPÖ-Integrationssprecherin Elisabeth Hlavac über eine Studie des Innenministeriums, wonach 45 Prozent der in Österreich lebenden Moslems nicht integrationswillig sind. Aus Sicht von Hlavac sind diese Zahlen "nicht nachvollziehbar". Kritik übt die SPÖ-Integrationssprecherin an den Aussagen von Innenministerin Prokop, da damit eine "ganze Gruppe von ImmigrantInnen diskriminiert wird und das Misstrauen gegenüber Moslems geschürt wird". Hlavac wies in dem Zusammenhang auch darauf hin, dass auf der Imame-Konferenz in Wien ein klares Bekenntnis zur Integration, zum Erlernen der deutschen Spreche und zur Gleichberechtigung von Mann und Frau abgelegt wurde. ****

Als "befremdlich" bezeichnete Hlavac am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst außerdem, dass die Innenministerin von einer "Zeitbombe" spricht. Aus Sicht der SPÖ sei das Bemühen um Integration ganz wesentlich. Der Bundesregierung wirft die SPÖ-Integrationssprecherin "schwere Versäumnisse" vor, die Aussagen Prokops wertet sie auch als "Eingeständnis ihres Scheiterns". Die Regierung gehe viel zu wenig koordiniert vor, zudem seien die Angebote für Zuwanderer etwa im Bereich Bildung unzureichend, hielt Hlavac abschließend fest. (Schluss) ps

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