Al-Rawi: Besorgniserregende Aussagen von Prokop

Innenministerin auf gleicher Linie wie Haider und Strache

Wien (SPW) - "Mit der Aussage, dass 45 Prozent der Muslime in Österreich nicht integrationsbereit seien, untergräbt Innenministerin Prokop unsere erfolgreiche Integrationsarbeit", kommentierte Omar Al-Rawi, Wiener SPÖ-Gemeinderat und Islambeauftragter der SPÖ Wien am Samstag entsprechende Aussagen von Innenministerin Liese Prokop. "Dass Prokop in Zusammenhang mit Muslimen von einer Zeitbombe spricht, ist für mich ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Sie unterstellt damit, dass Muslime eine Gefahr für den Staat darstellen, und das ist unerhört. Ich hoffe, dass die ÖVP sich den Wahlkampf der Wiener FPÖ nicht zum Vorbild nimmt und einen islamfeindlichen Wahlkampf auf Bundesebene durchführt. Integration ist ein viel zu wichtiges und sensibles Thema, das nicht durch hochgespielte Emotionalisierung für Pareiinteressen missbraucht werden darf", so Al-Rawi gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. ****

Dass Prokop die Inhalte einer Studie diskutiere, die noch nicht veröffentlicht wurde, sei jedenfalls ein fragwürdiges Vorgehen, kritisierte Al-Rawi. Da weder die konkreten Fragestellungen noch konkrete Ergebnisse der Studie bekannt seien, könne darüber derzeit nicht sachlich seriös diskutiert werden."Die Imame-Konferenz am 9. April habe ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten abgegeben. Gemeinsam war allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Wille zu einem konfliktfreien Miteinander sowie zur Partizipation und Integration. Gerade die Imame spielen eine wichtige Rolle in der Vermittlung des Integrationsgedankens an die Gläubigen. Leider hat das neue verschärfte Staatsbürgerschaftsrecht die Intention dieser Vermittlungstätigkeit der Imame enorm erschwert: Denn ihr Aufenthaltstitel fällt nun nicht mehr unter Niederlassungsrecht, das heißt, sie haben nicht mehr die Möglichkeit, Österreichische Staatsbürger zu werden und sind somit selbst von umfassender Integration ausgeschlossen", kritisierte Al-Rawi abschließend das neue Staatsbürgerschaftsrecht. (Schluss) gd

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