EULAC-Bilanz: Gorbach betont Mitverantwortung der USA

EU stehe für Zusammenarbeit, Stabilität und Prosperität für Lateinamerika/Karibik-Region aber nur durch funktionierenden "Trilateralismus" möglich

Wien (OTS) - Eine differenzierte Bilanz zog Vizekanzler Hubert Gorbach über den heute zu Ende gegangenen EULAC-Gipfel in Wien. Einerseits sei das Treffen ein wichtiger Impuls der österreichischen Ratspräsidentschaft gewesen, dem eine nachhaltige Bedeutung zur Stärkung von Prosperität und integrativer, stabilisierender Initiativen zukomme.

Andererseits sei aber erneut deutlich geworden, dass eine gute Entwicklung der Region Lateinamerika und Karibik nicht allein durch die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der Europäischen Union werde gelingen können. "Hier ist der funktionierende Trilateralismus mit den USA im geopolitischen Zusammenspiel der positiven Kräfte gefordert", betonte der Vizekanzler. "Europa ist sich seiner Verantwortung bewusst, Washington muss es auch sein."

Schließlich habe der Gipfel auch die staats-, demokratie- und entwicklungspolitische "Bringschuld" der Staaten Lateinamerikas und der Karibik aufgezeigt. Eine etatistische Politik, die Schaffung von Produktions- und Handelsmonopolen sei mit Sicherheit der falsche Weg, um Armut zu überwinden und soziale Gerechtigkeit herzustellen. Das habe noch in keinem Eck der Welt funktioniert. Der Weg zum Wohlstand führe trotz allem über den Freihandel. "Diese Hausaufgaben müssen selbständig und eigenverantwortlich gemacht werden, um Fehlentwicklungen zu korrigieren", so Gorbach abschließend. (Schluss)

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