Konflikt zwischen Ärzten und Sozialversicherung: Kärntner GKK fordert Einhaltung von Gesetzen und Vereinbarungen

Vertragskündigung bedeutet große Gefahr für Patienten aber auch für die Ärzte!

Klagenfurt (OTS) - Die Kärntner Gebietskrankenkasse unterstützt die Positionen vom Vorsitzenden der Trägerkonferenz Franz Bittner bezüglich des Vollzugs und der Einhaltung von vertraglichen Vereinbarungen, nachdem auch in Kärnten viele Investitionen für die Einführung der "e-card" und des "Arzneimittel-Bewilligungs-Service (ABS)" getätigt wurden.

Mit Einführung der e-card wurde auch in Kärnten viel Geld für den Vollzug von Gesetzen, aber auch für mehr Komfort in den Ärzteordinationen aufgewendet. Ebenso ist Kärnten Vorreiter bei der Abwicklung der Heilmittelbewilligung über den Weg der "Faxlösung". Mit dem neuen Erstattungskodex ist zwar ein Umstellungsvorgang verbunden, aber "unterm Strich" stehen den Ärzten viel mehr an "freiverschreibbaren Medikamenten" zur Verfügung.

Die Einhaltung von Verträgen sollte eigentlich selbstverständlich sein, um Berechenbarkeit und Vertrauen in das Gesundheitssystem zu bringen. Die jüngst erfolgte Kündigung des Vertrages durch die Ärztekammer - und nicht durch die GKK - stellt einen unverständlichen Schritt dar und bringt die Gefahr eines vertragslosen Zustandes mit sich.

Ein Honorarvergleich unter allen österreichischen Vertragsärzten für den Zeitraum 1995 bis 2004 hat gezeigt, dass gerade die Kärntner Ärzte Einkommensvorteile erzielen konnten. So erhielt zum Beispiel im Durchschnitt jeder Kärntner Vertrags-Facharzt in dem genannten Zeitraum 198.500,-- Euro (über 2,7 Mio. ATS) mehr an Honoraren (§ 2 -GKK, SVB etc.) als seine Ärzte-Kollegen in den anderen Bundesländern. Dieser Umstand belegt auch die ungerechtfertigte Vertragskündigung der Ärztekammerfunktionäre und stellt einen eindeutigen Geld-Wert-Vorteil für die Kärntner GKK-Vertragsärzte dar.

Ein derartiger vertragsloser Zustand würde nicht nur für die Patienten viele Unannehmlichkeiten zur Folge haben, sondern vor allem für die Vertragsärzte das Ende eines wirtschaftlich gesicherten Zustandes. Aus Sicht der GKK ist es unverständlich, wenn bei jährlich gesicherten Geldflüssen und Einnahmensteigerungen eine Kündigung erfolgt, dies im Wissen um die finanziellen Probleme der Gebietskrankenkassen, wovon die Kärntner Gebietskrankenkasse am massivsten betroffen ist.

Die Kärntner GKK fordert die Ärztekammerfunktionäre auf, alle gesetzlichen und vertraglichen Vereinbarungen einzuhalten und Experimente im Gesundheitswesen zu unterlassen!

Mag. Dr. Alfred Wurzer Helmut Pansi Direktor Obmann Rückfragehinweis:

Mag. Dr. Alfred Wurzer
Direktor der Kärntner Gebietskrankenkasse
Kempfstraße 8, 9020 Klagenfurt
Mobiltelefon: 0664 3152532

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