Khol empfängt mexikanischen Staatspräsidenten Vicente Fox Quesada Fox: EU-Integration kann Beispiel für Lateinamerika sein

Wien (PK) – Der mexikanische Staatspräsident, Vicente Fox Quesada, der sich anlässlich des EU-Lateinamerikagipfels (EULAC) vom 11. bis 12. Mai in Österreich aufhält, wurde heute Nachmittag von Nationalratspräsident Andreas Khol im Hohen Haus empfangen.
Ein großes Anliegen seines Landes sei es, die Integration auf dem südamerikanischen Kontinent voranzutreiben, erklärte Vicente Fox. Er glaube, dass Lateinamerika dabei sehr viel von der
Europäischen Union lernen und deren Erfahrungen nutzen könne.

Fox hielt den Lateinamerikagipfel in Wien für eine sehr wichtige Veranstaltung, weil es eine gute Möglichkeit sei, um die Beziehungen zwischen den zwei Kontinenten zu vertiefen und um der
EU zu vermitteln, dass Lateinamerika ein interessanter
Absatzmarkt und Investitionsplatz ist. Mexiko ist ein treibender Motor, um die Integration in Lateinamerika, wo derzeit vor allem einzelne regionale Blöcke agieren, voranzubringen, betonte er.
Was die ökonomische Situation in seinem Land angeht, so konnten
in den letzten Jahren große Fortschritte erreicht werden, vor
allem was das Wirtschaftswachstum, die Budgetentwicklung und das Absinken der Inflationsrate angeht. Er wünschte sich einen Ausbau der bilateralen Beziehungen mit Österreich und den EU-Mitgliedstaaten; hier bestehe noch ein sehr großes Potential, das ausgeschöpft werden kann.

Nationalratspräsident Khol zollte den positiven Entwicklungen in Mexiko Anerkennung. Zwischen Österreich und Mexiko gebe es traditionell sehr gute Beziehungen und er hoffe, dass diese
sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf kultureller Ebene noch weiter ausgebaut werden, erklärte Khol. In diesem Zusammenhang
wies er auf das Know-how von österreichischen Betrieben in den Bereichen Umwelttechnologie und Wasserwirtschaft hin. Von einem Delegationsmitglied auf die Rückgabe der altmexikanischen Federschmuckkrone "Penacho" angesprochen, wies Khol darauf hin,
dass die dafür eingesetzte Gemischte Kommission wahrscheinlich
noch im heurigen Jahr darüber beraten wird. Man sei sich sehr
wohl darüber bewusst, dass die Federkrone eine große Symbolkraft für Mexiko habe und er hoffe daher, dass bald eine gute Lösung gefunden wird.

Der 63-jährige frühere Coca-Cola-Manager Vicente Fox, der der zweitstärksten Partei (PAN - Partei der Nationalen Aktion) angehört, trat im Jahr 2000 das Präsidentenamt an. Zum ersten Mal seit 71 Jahren hatte damit ein – konservativer – Oppositionskandidat die PRI-Dominanz (Partei der Institutionalisierten Revolution) durchbrochen und die Wahlen gewonnen. Seine Amtsperiode läuft noch dieses Jahr aus; gewählt wird am 2. Juli. (Schluss)

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