Vbgm. Laska betont Einsatz der Stadt für Medienstandort Wien

Stärkung der Medien hat positive wirtschaftliche und demokratiepolitische Auswirkungen

Wien (OTS) - Im Rahmen der euroforum:communication 2006 betonte Wiens Vizebürgermeisterin Grete Laska heute, Donnerstag, die Bedeutung Wiens als Medienstandort. Im Rahmen der Veranstaltungen wurden u.a. die Kompetenzen und Aufgaben von Politik und Medien hinsichtlich Kommunikation diskutiert. "Die Medienlandschaft hat sich verändert, aber wir müssen uns fragen, ob es uns gelungen ist, die KonsumentInnen mitzunehmen", sagte Wiens Vizebürgermeisterin Grete Laska in ihrem Statement. Sie strich die zentrale Aufgabe der Bildungspolitik heraus, die kritische und bewusste KonsumentInnen erzeugen soll, die Sprache und Kommunikation als ihre Kernkompetenz betrachten. Bildung soll nicht lexikales Wissen abfragen und selektieren. "Wir wollen ein Bildungssystem implementieren, dass Menschen dazu befähigt, Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und demokratische Entscheidungen zu treffen."

Weiters erinnerte Laska an die Regierungserklärung des Wiener Bürgermeisters vom 18. November 2005: "Unser Ziel ist es, die bestehenden Einrichtungen und Aktivitäten der Stadt unter einer Dachmarke "Mediencluster Wien" zusammenzufassen, besser zu vernetzen, Synergien zu erzeugen und gemeinsam mit PartnerInnen aus dem Medienbereich an Konzepten zu arbeiten, um den Medienstandort Wien zu stärken. Gemeinsame kommunikationsstrategische Ziele sollen konsequent verfolgt und bestimmte medienpädagogische Schwerpunkte gesetzt werden." Bereiche wie Medienpädagogik, Lehre, Ausbildung, Praxis sowie Kooperationen mit der Industrie im Sinne von Forschung und Entwicklung u.v.m. sollen hierbei eine Rolle spielen.

Überzeugt davon, damit auch einen Beitrag zur Bürgerbeteiligung und - im positiven Sinn - zum kritischen Umgang mit Medien und deren Inhalten beizutragen, investiert die Stadt Wien ganz bewusst in Hard-und Software von Kommunikation.

Technische Infrastruktur ermöglicht allen den Zugang zu Information

So ist es etwa Ziel der Wiener Breitband-Initiative, Datentransfer und Wissensnachschub für alle zu gewährleisten und damit das Entstehen einer Zwei-Klassengesellschaft im Informationsbereich zu verhindern. Wien soll auch im internationalen Wettbewerb der Städte konkurrenzfähig bleiben. Ab Juli 2006 werden in einem ersten Schritt 50.000 Haushalte an die superschnellen Datenhighways angeschlossen.****

Das Wiener Bildungsnetz, ein österreichweit einmaliges und auf europäischer Ebene vorbildhaftes Projekt, wurde 1997 ins Leben gerufen: Zwischen 1998 und 2001 wurden sämtliche ca. 400 öffentliche Pflichtschulen (Volks-, Haupt-, Sonder- und Polytechnische Schulen bis hin zu Berufs- und Fachschulen sowie das Pädagogische Institut) mit einer zukunftsorientierten Endgeräteausstattung, Objektnetzinfrastruktur, einem Intranet und Internetanschlüssen versorgt. Damit wurden die Informations- und Kommunikationstechnologien sinnvoll in den Wiener Bildungsbereich integriert. Kürzlich bewilligte der Gemeinderat ein Reinvestitionsprogramm, das die Erneuerungen in der Ausstattung/Hardware bis 2007 und Weiterentwicklung der Dienstleistungsqualität vorsieht. Damit haben alle Kinder die Möglichkeit, ungeachtet ihrer sozialen Herkunft, mit der modernen Informationstechnologie umgehen zu lernen.

Medienkompetenz als Beitrag zu einer demokratischen Gesellschaft

In ihrem Statement wies Vizebürgermeisterin Grete Laska auch auf andere städtische Aktivitäten im Medienbereich hin, die partizipatorische Element groß schreiben, u.a. auf das Bürgerfernsehen "Okto", das im November 2005 Sendestart hatte. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Wien bietet es Menschen, die ihre eigenen Fernsehprogramme gestalten möchten, eine Plattform. Bis dato sind 70 Sendungen von ebenso vielen Communities on air.

Die Kommunikation der Stadt

Wien nimmt die Kommunikation mit BürgerInnen ernst: Magazine und Zeitungen der Stadt informieren über die Serviceangebote, Direktinformationen laden zu Bürgerbeteiligungsverfahren ein oder Informieren über geplante Flächenwidmungen, und die Homepage der Stadt Wien http://www.wien.at/ hat sich mit mehr als 25 Millionen Zugriffen im Monat zur wichtigsten Kommunikationsschiene der Stadt entwickelt.

Die Kommunikation der Stadt reicht aber auch über die Grenzen Österreichs hinaus. Als einzige Stadt der Welt ist Wien in 11 Ländern mit Kommunikationsbüros vertreten, über die jährlich rund 7000 Aussendungen über Wien veröffentlicht werden.

Und in Zukunft? Medienstandort Wien im internationalen Kontext im Sinne einer zukunftsorientierten Standortpolitik

"Daher haben wir von Dr. Kaltenbrunner medienhaus Wien mit unabhängigen, langjährigen MedienpraktikerInnen und -wissenschaftlerInnen eine Studie zum Medienstandort erstellen lassen, die derzeit intern diskutiert wird", so Laska. Wichtig sind:
Die Bündelung der eigenen Aktivitäten der Stadt, die Klärung der notwendigen technischen Infrastruktur und der Standortfrage sowie die Einbeziehung von Ausbildung, Forschung und Medienpädagogik. "Für mich dient diese Tagung auch dazu, wichtige Inputs seitens der Medienunternehmen für die Entwicklung und Einrichtung eines Mediencampus bzw. Medienclusters zu erhalten", schloss Laska. (Schluss) eg

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