Greenpeace: Recht auf Gentechnikfreiheit von WTO-Urteil unberührt

Pröll muss weiter gegen Pro-Gentechnik-Kurs der EU Kommission kämpfen

Wien/Genf (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace weist den
heute in Genf veröffentlichten endgültigen Urteilspruch des WTO-Schiedsgerichts im Gentechnik-Streitfall aufs Schärfste zurück. Gegenstand des Streitfalls waren unter anderem Importverbote für Gentech-Pflanzen in mehreren EU-Ländern, darunter auch Österreich. "Das Recht Österreichs und der anderen EU-Mitgliedsländer, den Anbau und Import von Gentech-Pflanzen zu verbieten, bleibt vom vorliegenden WTO-Urteil unberührt", so Greenpeace-Gentechniksprecher Steffen Nichtenberger. " Jetzt muss EU-Ratsvorsitzender und Umweltminister Pröll gemeinsam mit seinen EU-Amtskollegen weiter gegen den gentechnikfreundlichen Kurs der EU-Kommission kämpfen."

"Die Mehrheit der Österreicher und Europäer will keine Gentech-Nahrungsmittel essen. Die WTO hat sich im vorliegenden Streitfall jedoch lediglich mit Handelsfragen beschäftigt. Ob Gentech-Nahrung nun sicher für Mensch und Umwelt ist, wird im Urteil nicht behandelt. Somit fehlt der WTO jegliche Legitimation um über die Zukunft unserer Lebensmittel zu entscheiden", so Nichtenberger abschließend.

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