Brasilien: wichtigster österreichischer Handelspartner in Lateinamerika

Koren: Nachholbedarf bei Umwelttechnik und Infrastrukturausbau ergibt enorme Chancen für österreichische Unternehmen

Wien (PWK308) - Anlässlich des EULAC-Treffens in Wien, findet
heute (Donnerstag) in der WKÖ ein hochkarätig besetztes, ganztägiges Businessforum "Going to Mexico and Brasil" zu Export- und Investitionsmöglichkeiten in Brasilien und Mexiko statt. Nach der Eröffnung durch den Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) Walter Koren, hielt Wirtschaftsminister Martin Bartenstein einen Vortrag über die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Brasilien. Um 16:55 Uhr findet die Veranstaltung ihren Abschluss mit dem Besuch und Gastvortrag des mexikanischen Präsidenten Vicente Fox Quesada.

Walter Koren wies in seinem Eingangstatement darauf hin, dass "Brasilien der wichtigste österreichische Handelspartner in Lateinamerika ist." Ein Drittel der österreichischen Lateinamerika-Exporte gehen nach Brasilien, gefolgt von Mexiko (25%) und Argentinien (11%). Im vergangenen Jahr standen Exporten nach Brasilien in der Höhe von 280 Mio. Euro (+24% im Vergleich zu 2004) Importe um 300 Mio. Euro (+4%) gegenüber. "Der Ausfuhrzuwachs von 24% ist zwar sehr erfreulich, der Wermutstropfen dabei ist aber, dass insgesamt erst 1% der österreichischen Gesamtexporte nach Lateinamerika gehen", so Koren. Genau aus diesem Grund hat die AWO im Rahmen der gemeinsamen Exportoffensive "go international" von WKÖ und Wirtschaftsministerium eine Initiative zur Ankurbelung der Handelsbeziehungen speziell mit Brasilien und Mexiko gestartet. "Neben dem politischen Gipfeltreffen und dem Ausbau der politischen Beziehungen zwischen EU und Lateinamerika, müssen wir darauf achten, dass es auch zu engeren wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen kommt", so Koren. Dadurch profitiere nicht nur die europäische Wirtschaft, sondern durch den wirtschaftlichen Aufschwung in Lateinamerika die gesamte Region und ihre Bevölkerung.

Koren: "Beide Märkte haben unglaubliches Potential. Brasilien ist schon jetzt mit 2,5 Millionen Pkw pro Jahr einer der zehn größten Autoproduzenten weltweit und die Wirtschaft boomt generell." Das BIP-Wachstum liegt seit einigen Jahren im Durchschnitt zwischen 2% und 5% und die Inflation sowie Arbeitslosigkeit sinken, weiters wurden die Importzölle gesenkt und die Währung stabilisiert. Koren sieht vor allem in sechs Schlüsselbranchen Chancen für österreichische Unternehmen als Zulieferer und/oder Investoren:
Umwelttechnik, Automobilsektor, Energie, Bauwirtschaft, Eisenbahnausbau sowie Automation und industrielle Neuerung. Koren:
"Gerade im Umwelttechnikbereich hat Brasilien einen enormen Nachholbedarf - vor allem in Hinblick auf die Umsetzung des Kyoto-Protokolls - und im Bahnausbau ist ein regelrechter Boom zu beobachten. Beides sind Bereiche, wo österreichische Unternehmen zum Teil sogar Weltmarktführer sind und daher hervorragende Möglichkeiten vorfinden." (BS)

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