Manager sprechen sich klar gegen Reichensteuer nach deutschem Vorbild aus

WdF fordert hingegen: Spitzensteuersatz von 50 Prozent muss fallen

Wien (OTS) - "Die bei unseren deutschen Nachbarn beschlossene "Reichensteuer" schmerzt doppelt", stellte die Geschäftführerin des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), Friederike Hladky, in einer Aussendung fest. "Erstens ist dieser Regelung das absolut falsche Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland, aber was mich noch viel mehr schmerzt, ist die Tatsache, dass dieser Beschluss auch ein Thema für den Nationalratswahl-Kampf in Österreich sein könnte".

"Statt einer höheren Besteuerung der Leistungsträger sollten die heimischen Politiker vielmehr über eine Senkung des Spitzensteuersatzes auf 48 % diskutieren", so Hladky. "Seit der Steuerreform 1989 ist die Gruppe jener, die in die höchste Steuerstufe fallen, um das Doppelte angestiegen, und jährlich kommen rund 15.000 Personen dazu. 2007 werden schon mehr als 330.000 Personen vom Spitzensteuersatz von 50 % betroffen, der ab einem Jahreseinkommen von Euro 51.000 zum Greifen kommt. Seit 1989 ist diese Gruppe bei Steuerreformen stetig durch den Rost gefallen."

"Zudem wurden die Progressionsstufen nicht bereinigt. Wäre das passiert, käme der Höchststeuersatz erst ab Euro 71.000 zum Tragen -und mehr als die Hälfte der derzeit Betroffenen würden aus diesem Steuersatz fallen."

Eine Senkung der Grenze auf 48 %bei gleichzeitigem Hinausschieben der Verdienstgrenze auf Euro 100.000 wäre nicht nur ein symbolisches Zeichen, sondern würde auch ein klares Signal für den Wirtschaftsstandort Österreich sein, so Hladky. "Internationale Konzerne machen die Neuansiedlung eines Unternehmens immer davon abhängig, wie viel ihren Managern am Monatsende in der Geldbörse bleibt, schon allein deshalb ist die deutsche Initiative ein wirtschaftspolitischer Rückschritt, dem man für Österreich eine deutliche Absage erteilen muss."

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