Volkshilfe Österreich: Unterstützung für pflegende Angehörige

Geschäftsführer Erich Fenninger fordert am internationalen Tag der Krankenpflege mehr Unterstützung für pflegende Angehörige.

Wien (OTS) - Jährlich begehen Krankenschwestern und -pfleger weltweit am 12. Mai den Internationalen Tag der Pflege. Damit wird an den Geburtstag von Florence Nightingale, eine der Begründerinnen der modernen Krankenpflege, erinnert. Der Weltverband der Pflegeberufe -International Council of Nurses (ICN) - stellte 2006 diesen Tag unter das Motto "Sichere Personalausstattung sichert Leben" ("Safe Staffing Saves Lives!").

Die Volkshilfe in Österreich ist in den mobilen, teilstationären und stationären Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens tätig und einer der größten Anbieter von Pflege und Betreuung. Rund 4 000 fachlich kompetente MitarbeiterInnen der Landesorganisationen ermöglichen Menschen ein Alt werden in Würde, ohne Ausgrenzung und Vereinsamung. Sie bieten professionelle Pflege, Begleitung und Betreuung für Alte, Kranke und Menschen mit Behinderung. Erich Fenninger betont aber: "Der größte Pflegedienstanbieter in Österreich sind die Pflegenden Angehörigen. Über 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden von ihren Familienmitgliedern betreut. Diese verrichten die schwere Pflegearbeit unter großen Belastungen, oft 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen die Woche".

Für Sigrid Maudrey - Pflegeexpertin der Volkshilfe Österreich -gilt das heurige allgemeine Motto des ICN nicht nur für professionell Pflegende sondern auch für pflegende Angehörige. "Die Unterstützung der Betroffenen macht die Betreuung zu Hause oft erst möglich und erhöht die Lebensqualität der gesamten Familie." Bei der Volkshilfe in Österreich finden pflegende Angehörige an eigens für sie eingerichteten Pflegestammtischen Unterstützung und erhalten in dem von der Volkshilfe Steiermark herausgegebenen Magazin "Zu Hause Pflegen" eigens für sie zugeschnittene Information. Sigrid Maudrey bedauert aber, dass es in Österreich noch sehr wenige niederschwellige Einrichtungen gibt, die Beratung und Schulung anbieten. Die Hauptursache liegt in der fehlenden Finanzierung dieser Dienstleistung.

Der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger fordert daher niederschwellige Beratungs- und Schulungsangebote, wobei für pflegende Angehörige keine oder nur sehr geringe Kosten anfallen dürfen. Weiters sind Maßnahmen zu setzen, welche die gesellschaftliche Anerkennung und die Enttabuisierung der häuslichen Pflege fördern, denn pflegende Angehörige leisten einen immens wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und haben das Recht gehört zu werden.

Bestellungen des Magazin "Zu Hause pflegen" im Internet:www.zuhausepflegen.at oder telefonisch unter T 0316/8960-0

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Erwin Berger
Tel.: 0676 83 402 215, berger@volkshilfe.at

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