Leitl: Euro ist wesentliche Basis für wirtschaftliche Erfolge Europas

Europa benötigt starke Institutionen, um auch weiterhin im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können

Wien (PWK307) - Der Euro stellt zusammen mit dem Schengen-Raum und dem Bürokratieabbau einen der drei wesentlichen Pfeiler für den Erfolg des europäischen Binnenmarktes dar, betonte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, bei der internationalen Konferenz "Erfahrun-gen mit dem Euro und Vorbereitungen auf den Euro" heute in Linz.

Österreich als "best practice"-Beispiel für neue Euroländer Die Einführung des Euro ist in Österreich besser gelaufen als erwartet. Österreich kann daher den neuen EU-Mitgliedsstaaten, die heute an der Schwelle zur Einführung des Euro stehen, ruhigen Gewissens als "best practice"-Beispiel dienen, betonte Leitl. Der Euro hat nicht nur praktischen Nutzen für die Bürger und die Betriebe durch den Wegfall des Geldwechselns bei Reisen sowie des Wegfalls der Transaktionskosten innerhalb Europas - für Österreich immerhin eine jährliche Ein-sparung von 1,9 Milliarden Euro - mit sich gebracht, sondern durch den Wegfall des Währungsrisi-kos auch der gesamten Wirtschaft zu mehr Stabilität und Sicherheit verholfen.

Der Euro wird heute schon als Weltwährung neben dem US-Dollar genutzt und anerkannt. Er kann und will den US-Dollar sicher nicht als Weltwährung verdrängen, aber einen gleichwertigen Platz neben ihm einnehmen.

Starke europäische Institutionen sind gefragt
Um gegen die internationale Konkurrenz aber erfolgreich bestehen zu können, benötigt Europa noch mehr - nämlich starke und effiziente Institutionen, die die Spielregeln im globalen Wettbe-werb erfolgreich mitgestalten können, tritt Präsident Leitl für einen neuen Anlauf um eine euro-päische Verfassung ein. Denn im Rahmen der Globalisierung genügt es nicht nur zu reagieren, man muss auch aktiv agieren können. Ebenso tritt der Wirtschaftskammerpräsident für die Erstellung eines gemeinsamen Masterplans für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung Europas ein. Denn genauso wie Europa von der Vielfalt der nationalen und regionalen Räume lebt, braucht es auch ein einheitliches Instrumentarium um den globalen Herausforderungen begegnen und diese globa-len Rahmenbedingungen im europäischen Sinn beeinflussen zu können.

Europa verfügt über ein gewaltiges kreatives Potenzial, das es auszuschöpfen gilt, appellierte der Wirtschaftskammerpräsident zu mehr Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten: "Europa wird im globalen Wettbewerb sicher nicht beim Preiswettbewerb die Nase vorne haben, auf alle Fälle aber bei der kreativen Umsetzung neuer Technologien."

Euro ist erfolgreicher Teil der Vision vom geeinten Europa
"Bei all diesen Bestrebungen stellt ein starker Euro ein starkes Rückgrat Europas dar. Der Euro ist aber noch viel mehr als nur ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Erfolgsstory Europas, er stellt auch einen bedeutenden Teil einer großen Vision - der Vision eines starken einheitlichen Europas dar. Eine Vision die Zug um Zug immer mehr Gestalt annimmt", so Wirtschaftskammer-präsident Leitl. (gh)

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