Grüne-Wien/Pilz: Zwei Abteilungen im AKH ohne Betriebs-Genehmigungen

Grund sind Deckeneinstürze im Vorjahr

Wien (OTS) - Im Jahr 2005 sind in zwei Abteilungen (Stationen für Dialyse und Knochenmarktransplantation) des AKH zwei Decken eingestürzt. In einem Fall war sogar das Wartezimmer betroffen. Die unhaltbaren Zustände hatten Folgen: seit zwei Jahren verfügt das Gebäude über keine Betriebsgenehmigung mehr. Der Entzug verkam jedoch zum Papiertiger: Unbeeindruckt von den behördlichen Entscheidungen betreibt das AKH den betroffenen Pavillon ohne Sanierung weiter. Das hat die Grüne Gesundheitssprecherin Sigrid Pilz heute in einer Pressekonferenz aufgedeckt.

Pilz: "Das Gebäude, in dem die vier betroffenen Stationen untergebracht sind, würde man in einer reichen Stadt wie Wien nicht vermuten: Der Außenputz ist verwittert und abgebrochen, bloße Ziegel, schmutzige und vernachlässigte Fassaden lassen Rückschlüsse zu, wie nachrangig das AKH Menschen mit chronischen, lebensbedrohlichen Erkrankungen behandelt. Im Inneren des Hauses ist der elende Zustand durch Zwischendecken kaschiert. Diese Lösung à la Potemkin´sches Dorf, kann aber den bedrohlichen Bauzustand nicht lückenlos verbergen."

Offensichtlich ignoriere, so Pilz weiter, die AKH Führung und die Wiener Landesregierung die Bestimmungen des Wiener Krankenanstaltengesetzes: § 9 sieht nämlich vor, dass die Sperre einer Krankenanstalt oder eines Teilbereiches von der Landesregierung anzuordnen ist, wenn diese ohne Bewilligung betrieben wird.

Anstatt wie geplant den Neubau der beiden Abteilungen auf der Freifläche der ehemaligen HNO zu machen, so Pilz weiter, soll nun nach den Plänen des AKH hier eine Privatklinik errichtet werden, was zu weiteren Verzögerungen von mindestens vier Jahren führen würde.

Sigrid Pilz abschließend: "Niemand kann verantworten, dass die vier wichtigen Stationen von heute auf morgen geschlossen werden! Aber es ist unerträglich, dass das AKH seit zwei Jahren tatenlos einen rechtswidrigen Zustand aufrecht erhält und nun beabsichtigt, diesen auch noch zu prolongieren."

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