Hagenhofer: EU-Hilfe für GlobalisierungsverliererInnen

Wien (SK) - Wenn ein Unternehmen seine Produktion in die
sogenannten Billiglohnländer außerhalb der EU verlagert, verlieren viele Menschen ihren Arbeitsplatz. Die EU Kommission will diese Menschen durch den "Globalisierungsfonds" unterstützen. "Dabei sind die Kriterien aber so eng gefasst, dass vor allem in Österreich kaum jemand vom Globalisierungsfonds profitieren können wird", kritisiert SPÖ-Abgeordnete Marianne Hagenhofer. ****

Nach einem Papier, das der Abgeordneten vorliegt, sollen Unternehmen, die aufgrund von Produktionsauslagerungen gekündigte Personen neu beschäftigen, bis zu 18 Monate lang Lohnzuschüsse erhalten. Allerdings nur, wenn der auslagernde Betrieb, der für die ursprüngliche Kündigung verantwortlich ist, mehr als 2.000 MitarbeiterInnen hat. "Diese Einschränkung schließt den überwiegenden Großteil österreichischer Unternehmen und damit auch Beschäftigter aus. Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe strukturieren die österreichische Wirtschaft. Auch diese Betriebe lagern Tätigkeiten aus und auch diese Betriebe sind von der Billigkonkurrenz aus Drittländern bedroht. Die Mehrheit der österreichischen ArbeitnehmerInnen ist in KMU beschäftigt und auch sie tragen die Konsequenzen der ökonomischen Globalisierung. Auch für diese muss es zumindest eine Unterstützung im Falle einer unfreiwilligen beruflichen Neuorientierung geben", fordert Hagenhofer.

Gleiche Unterstützung für alle Betroffenen

Aus dem Außenministerium heißt es, es werde an einer Lösung gearbeitet. "Das Prinzip, jene Menschen zu unterstützen, die unverschuldet ihren Arbeitsplatz verloren haben, ist zu begrüßen. Dabei müssen aber alle Betroffenen gleich behandelt werden -unabhängig davon, wie groß der Betrieb war, der die Kündigung ausspricht. Gleichzeitig muss es Ziel der EU sowie der nationalen Regierungen sein, die europäischen Arbeitsplätze zu sichern und weltweit menschengerechte Arbeits- und Produktionsbedingungen zu schaffen", so Hagenhofer abschließend. (Schluss) js/mp

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