ÖAMTC: Mopedautos - Begehrtes Schlupfloch für Alkohol- und Drogenlenker geschlossen

Club fordert ähnliche Gesundheits-Checks und Fahrprüfungen wie beim Führerschein

Wien (OTS) - Wer in Zukunft aufgrund eines Alkohol- oder Drogendeliktes (aber auch wegen der Verweigerung eines Tests) die Lenkberechtigung verliert, darf in der Entziehungszeit auch kein vierrädriges Leichtkraftfahrzeug (auch Mopedauto oder Microcar) mehr lenken. "Damit wird ein begehrtes Schlupfloch für Alkohollenker endgültig geschlossen", sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Der Erlass ist ein erster Schritt zu mehr Verkehrssicherheit bei den Mopedautos. In den letzten Jahren waren überdurchschnittlich viele dieser Fahrzeuge in Alkohol-Unfälle verwickelt.

Der Erlass von Verkehrsminister Hubert Gorbach weist die Behörden an, gleichzeitig mit der Entziehung der Lenkberechtigung wegen Alkohol- oder Drogenbeeinträchtigung auch ein Lenkverbot für Mopeds, Mopedautos und Invalidenfahrzeuge zu verhängen. Wird die Lenkberechtigung wegen anderer Verkehrsverstöße entzogen, muss die Behörde prüfen, ob das Delikt auch mit den viel langsameren Mopedautos begangen werden könnte. "Nur in diesem Fall soll dann auch hier ein Lenkverbot verhängt werden. In anderen Fällen kommen eventuell Einschränkungen oder Auflagen in Frage", weiß der ÖAMTC-Experte.

Ist ein Lenker insgesamt gesundheitlich nicht in der Lage, ein Mopedauto zu lenken, muss ihm die Behörde das Lenken ebenfalls verbieten. Der ÖAMTC fordert, dass künftig zum Erwerb des Ausweises für Mopedautos ähnliche Gesundheits-Checks und Fahrprüfungen eingeführt werden, wie sie auch für den Führerschein erforderlich sind.

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