Eurofighter-Garantie: FPÖ spricht von Dilettantismus

Hofer: Großer Teil der Beanstandungen wird nach Jahresfrist auftreten

Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit den bekannt gewordenen Details
des Eurofighter-Vertrages spricht die FPÖ von Dilettantismus auf Seiten des Vertragspartners Republik Österreich. Vor allem die Gewährleistungsfrist von nur einem Jahr ist für FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer, im Zivilberuf Flugtechniker, zu beanstanden.

Hofer: "Ein großer Teil der Mängel wird erst nach der vereinbarten Garantiefrist von einem Jahr auftreten, wenn die Flugzeuge entsprechende flighthours und aircraft cycles aufweisen. Es wird dann notwendig sein, allfällige Adaptionen im Rahmen von Service Bulletins umzusetzen. Das darf der Republik keine neuen Zusatzkosten verursachen."

Hofer rechnet vor allem bei den Triebwerken mit Mängeln nach dem ersten Jahr: "Das Engine Engineering ist auf Erfahrungswerte im Praxisbetrieb angewiesen. Hier werden in der Regel in den ersten Jahren besonders viele Adaptionen vorgenommen, die zu mehr Flugsicherheit führen. Letztendlich profitieren davon alle Kunden, die das Flugzeug zu einem späteren Zeitpunkt erwerben. Daher ist nicht einzusehen, warum das auf Kosten des österreichischen Steuerzahlers erfolgen soll. Ich frage mich, wer für die Republik Österreich die Vertragsverhandlungen mit EADS geführt hat. Wer heute einen Toaster kauft, hat eine bessere Gewährleistungsfrist als Österreich bei den Eurofightern."

Die FPÖ fordert die Bundesregierung auf, den Eurofighter-Vertrag endlich offenzulegen. Es kann nicht sein, so Hofer, daß Abgeordnete der Opposition erst aus der Zeitung erfahren müssen, was im Vertrag steht.

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