Findeis: Neueste Kriminalitätsstatistik wirklich kein Grund zum Jubeln

Nicht einmal jedes zweite Delikt wird geklärt

St. Pölten, (SPI) - Auf 26.279 "angezeigte Delikte" verweist die Kriminalitätsstatistik in Niederösterreich in den Monaten von Jänner bis April 2006 - und davon wurden nicht mehr als 12.052 Delikte geklärt. Die Zahl der geklärten Fälle in Niederösterreich sank sogar um massive 9,3 % in diesen Vergleichsmonaten zum Vorjahr. "Diese Zahlen sind wirklich kein Grund zum Jubeln. Nicht einmal jedes zweite Delikt in unserem Bundesland kann geklärt werden - und das obwohl die Kriminalitätsstatistik ohnehin in den letzten Jahren massiv ‚geschönt’ wird. Da werden gleich mehrere einzelne Straftaten zu einem einzelnen statistischen Kriminalfall zusammengefasst - und nicht einmal das nützt, die Verschlechterung der öffentlichen Sicherheit in Niederösterreich ‚schönzureden’", prangert der Sicherheitssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Hermann Findeis, an.****

Während die Kriminalität zumindest statistisch einen "zarten Rückgang" von 3,7 % nachweist, schrumpfte die Zahl der geklärten Fälle gleich um massive 9,3 %. "Damit zeigt sich einmal mehr, dass der massive Personalabbau des Innenministeriums bei der Exekutive in Niederösterreich ein völlig falscher Weg, ja geradezu eine fahrlässige Politik war und ist. Die Beamtinnen und Beamten auf den Dienststellen bemühen sich wirklich bis an ihre Leistungsgrenzen -aber sie sind zu wenige, sie sind überlastet und mit unnötigen Verwaltungstätigkeiten zugedeckt. Es gibt zu wenig Beamtinnen und Beamten für die Präsenz auf der Straße, für die Prävention und vor allem die Streifentätigkeit während der Nachtstunden. Ein 911er Porsche für die Polizei zur Verfolgung von Rasern ist gut und schön -aber was wir in unserem Bundesland vielmehr brauchen, ist endlich einmal einen Vorsprung gegen die zunehmende Kriminalität - und zwar mit mehr Beamtinnen und Beamten und einer für alle verfügbaren besseren Ausrüstung. Ein Porsche allein wird das Rennen gegen die hohe Kriminalität in unserem Bundesland nicht gewinnen", so Findeis abschließend.
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