Salzburg AG: Stellungnahme zur geplanten Fusion OMV und Verbund

Salzburg (OTS) - Zur diskutierten Fusion von OMV und Verbundgesellschaft zur "OMV Verbund AG" halten die beiden Salzburg AG-Vorstände Arno Gasteiger und August Hirschbichler fest: Durch die geplante neue Eigentümerstruktur, bei der die öffentliche Hand (die Republik Österreich) unter 50 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft halten wird, sind wichtige volkswirtschaftliche Assets wie die Nutzung der heimischen Wasserkraft oder die Übertragungsnetze für Strom künftig dem freien Spiel der Kräfte an der Börse ausgesetzt.

Gasteiger und Hirschbichler: "Wenn man die europäische Energiewirtschaft studiert, sieht man, wo die großen und mächtigen Blöcke sind: vor allem in Deutschland (EON, RWE) und in Frankreich (EdF, GdF). Da an der Börse primär kaufkräftige Unternehmen aktiv sein können, ist damit einer Veränderung der Eigentümerstruktur von Österreichs größtem Infrastrukturunternehmen Tür und Tor geöffnet. Eine langfristige Verfolgung österreichischer Interessen durch österreichische Eigentümer in der neuen OMV Verbund AG ist damit nicht mehr garantiert. Volkswirtschaftliche Assets wie die Energieversorgungssicherheit bei Strom oder Gas sollten auch langfristig und qualifiziert in heimischer Hand bleiben."

"Die Behauptung, die Fusion schütze den Verbundkonzern vor feindlichen Übernahmen, ist schlichtweg falsch. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die verfassungsrechtliche Bestimmung, 51 Prozent oder mehr in Besitz der Republik zu halten, ist die einzige Möglichkeit, den Ausverkauf der heimischen Assets zu verhindern und das einzige Instrument, österreichische Interessen sicher zu stellen."

Rückfragen & Kontakt:

Sigi Kämmerer
Salzburg AG-Pressesprecher
Tel.: 0676/86822800

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SAG0001