Leitl: Alle Verluste von Einnahmen-/Ausgaben-Rechnern für drei Jahre mit künftigen Gewinnen gegenverrechnungsfähig

KMU-Paket passiert parlamentarischen Finanzausschuss: Verbesserungen für Kleinbetriebe ein Riesenerfolg

Wien (PWK304) - Das 200-Millionen-Euro-schwere KMU-Paket der Bundesregierung wurde gestern im parlamentarischen Finanzausschuss behandelt. Dabei wurde eine wichtige Verbesserung für die heimischen Klein- und Kleinstbetriebe, die Einnahmen-/Ausgabenrechner, erreicht. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl: "Ursprünglich war eine Ausdehnung der Abzugsfähigkeit von Anlaufverlusten von 3 auf 7 Jahre vorgesehen. Das hätte im wesentlichen nur die Betriebsgründer begünstigt. Der Wirtschaft ist es mit guten Argumenten nun gelungen, dass alle Verluste von Einnahmen-/Ausgabenrechnern für einen Zeitraum von drei Jahren mit künftigen Gewinnen gegengerechnet werden können. Damit werden alle Kleinbetriebe steuerlich begünstigt. Überdies ist es ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer Gleichstellung der nichtbilanzierenden Unternehmen mit den bilanzierenden, etwa den Personen- und Kapitalgesellschaften. Das ist ein Riesenerfolg für die kleinen Betriebe in Österreich."

Nach dem geplanten Parlamentsbeschuss im Juni wird das KMU-Paket der Regierung mit Jahresbeginn 2007 in Kraft treten. Neben dem dreijährigen Verlustvortrag für Einnahmen-/Ausgabenrechner hebt Leitl insbesondere die Einführung eines Freibetrages für Gewinne, die im Unternehmen investiert werden, hervor: "Das bringt den Einnahmen-/Ausgabenrechnern nicht nur einen ordentlichen Investitionsanreiz, sondern das entspricht auch einer Senkung der Steuerlast von rund 140 Millionen Euro auf nicht entnommene Gewinne."

Wichtig ist dem WKÖ-Präsidenten auch, dass es im Bereich des Austria Wirtschaftsservice (AWS) eine spezielle Finanzierungsoffensive für Kleinbetriebe im Ausmaß von rund 25 Millionen Euro geben wird. Sie umfasst zusätzliche günstige Mikro-Kredite, einen höheren Haftungsrahmen für Betriebsmittel-Kredite und eine Ausweitung des Double-Equity-Garantiefonds. Mit der Anhebung der Kleinunternehmergrenze von 22.000 auf 30.000 Éuro bei der Umsatzsteuer werden rund 100.000 Kleinstunternehmer mit rund 10 Millionen Euro entlastet.

Leitl: " Das KMU-Paket vor allem für Einnahmen-/Ausgabenrechner kommt konjunkturell gesehen gerade zum goldrichtigen Zeitpunkt und ist ein zusätzlicher Turbo für mehr Wachstum und Beschäftigung. Mir ist es nicht um die steuerliche Entlastung von Einzelpersonen gegangen, sondern darum, dass jenes Geld, welches im Betrieb verbleibt, steuerlich begünstigt wird. Eine bessere Eigenkapitalausstattung stärkt die finanzielle Basis der Unternehmen, fördert das betriebliche Wachstum und schafft zusätzliche Arbeitsplätze."(Rh)

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