Greenpeace: Section Control auf Tempo-160-Strecke rechtlich ungültig?

Fehlendes Section Control-Schild ermöglicht straffreies Rasen

Kärnten/Wien (OTS) - Aufgrund fehlender Kennzeichnung besteht die Gefahr, dass die Section Control auf der Tempo-160-Teststrecke in Kärnten ungültig ist. Hiermit haben Raser einen Freibrief, die Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten, weil sie rechtlich nicht belangt werden können.

"Anzeigen werden wahrscheinlich leer ausgehen, Raser nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Ist das Zufall, oder werden Raser von Minister Gorbach bewusst in Schutz genommen", fragt Greenpeace-Verkehrssprecher Erwin Mayer.

Section Control-Strecken müssen mit Schildern am Anfang der Strecke gekennzeichnet werden. Auf der Teststrecke in Kärnten fehlen die Tafeln aber, wodurch die Rechtsgültigkeit der Section Control in Frage gestellt ist. Das würde bedeuten, dass Autofahrer, die in der Nacht oder bei Regen mit etwa 160 km/h durchfahren, straffrei bleiben.

Verkehrsminister Gorbach hatte wiederholt behauptet, dass die Section Control das Herzstück des Tests sei. "Jene Fahrer, die früher zu schnell durchgefahren sind, tun das immer noch, jetzt aber legal. Und offenbar kann man sogar schneller als erlaubt fahren, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen", schließt Mayer.

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Mag. Erwin Mayer, Verkehrsexperte Greenpeace; 0664-2700441

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