Mandak: Haubners familienpolitische Zahlen weder neu noch gut

Grüne: Von gelungener Vereinbarkeit zu sprechen ist purer Zynismus

Wien (OTS) - "Die von Familienministerin Haubner präsentierten Zahlen zum Anstieg der Teilzeitbeschäftigung von Frauen mit Kindern sind seit Jahren bekannt und außerdem keine positive Entwicklung", reagierte die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, auf die heutige Studienpräsentation. Bereits der Grüne Frauenbericht 2004 und zahlreiche andere Berichte und Untersuchungen hätten diese Entwicklung aufgezeigt.

Obwohl Teilzeit kurzfristig für Frauen ein Modell zur Vereinbarkeit von Beruf und Famiile darstellen könne, stelle sie sich langfristig häufig als Frauenfalle heraus: Sie finde sich vor allem in wenig qualifizierten Berufsbereichen und biete meist kein existenzsicherndes Einkommen oder Aufstiegschancen. "Es ist purer Zynismus von gelungener Vereinbarkeit zu sprechen, solange Teilzeit nicht im selben AUsmaß von Männern gewählt wird, um Beruf und Familie zu verbinden", meint Mandak.
Eine Gefahr sieht Mandak auch darin, dass Frauen in Teilzeitstellen 'hängen bleiben' und gar nicht mehr auf Vollarbeitsplätze gelangen. "Wir wissen, dass die Zunahme der Frauenbeschäftigung in den letzten Jahren überhaupt nur auf Teilzeitarbeitsplätze zurückzuführen ist", so Mandak. Das bedeute, dass Frauen immer weniger Vollzeitstellen innehaben, was auch durch die in Österreich fast vierzig Prozent (!) teilzeitarbeitenden Frauen bestätigt wird.

Mandak vermisst politische Maßnahmen in Richtung Vereinbarkeit seitens der Familienministerin, die ja erst kürzlich 'das Vereinbarkeitsthema zum Männerthema erklärt habe'. "Sich zurückzulehnen und die steigende Teilzeitquote der Frauen als Erfolg zu feiern kommt einer Verhöhnung der am Arbeitsmarkt diskriminierten Frauen gleich. Wahrscheinlich ist Haubner zu sehr mit der der parlamentarischen Kontrolle entzogenen Familien GmbH beschäftigt, um ihren eigentlichen Aufgaben nachzukommen", schließt Mandak.

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