Winterauer: Tiefschlag für VAI Linz als Technologiezentrum

"Jetzt kann Schwarz-Grün Siemens nicht länger als österreichischen Konzern verkaufen"

Linz (OTS) - "Die SPÖ Oberösterreich ist immer vehement gegen den Ausverkauf der VA Tech an Siemens eingetreten. Jetzt werden unsere Befürchtungen bestätigt. Die aktuelle Entwicklung bei der Linzer VA Industrieanlagenbau beweist erneut, dass die Privatisierungspolitik der Bundesregierung ein unverantwortlicher Ausverkauf nicht nur von Staatseigentum, sondern auch von enorm wichtiger Technologie- und Forschungskompetenz ist!", stellt SPÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Reinhard Winterauer zur nun bekannt gewordenen Tatsache fest, dass Siemens daran gehe, die Linzer VAI "einzudeutschen".

Der von der ÖIAG betriebene Verkauf der restlichen Staatsanteile an der VA Tech an Siemens ist von der SPÖ immer als einer Verschleuderung von öffentlichem Eigentum kritisert worden. Dabei ist der Bundesregierung und der ÖIAG auch von Schwarz - Grün in Oberösterreich eifrig sekundiert worden. ÖVP und Grüne hatten sich im Landtag geweigert, einem SP- Antrag auf Erhalt der VA Tech als österreichischem Konzern zuzustimmen und Siemens quasi zum österreichischen Unternehmen erklärt.
Kaum ist die Verschmelzung von Siemens und VA Tech perfekt, wird künftig in Erlangen in der deutschen Konzernzentrale bestimmt, wo es bei der VAI in Linz künftig lang geht. Der bisherige Vorstandsvorsitzende des Voest Alpine Industrieanlagenbaus, Gerhard Falch zieht, wie gestern bekannt wurde, die Konsequenzen und räumt für einen deutschen Siemens-Mann das Feld.

"Jetzt zeigt sich ganz offen, dass Siemens ein deutscher Konzern ist und damit über Forschung und Entwicklung in Deutschland entschieden wird. Über 60 Prozent der Siemens-Aktien befinden sich bekanntlich in ausländischem Besitz. Diese Fonds und Hedgefonds drängen auf rasche Renditeverbesserungen. "Das Wohl und die Gewinne der
Aktionäre haben eindeutig Vorrang vor den berechtigten Ängsten der ArbeitnehmerInnen. Einer der wichtigsten heimischen Leitbetriebe wurde so zum internationalen Spekulationsobjekt gemacht. Dieses Fiasko zeigt, dass Schwarz-Orange und Schwarz-grün ihre viel gerühmte Wirtschaftskompetenz längst verloren haben!", stellt Winterauer fest.

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