Matznetter zu IMD-Bericht: Regierung hat keinen Grund zur Freude

Österreich hat bei Konjunkturentwicklung weiter Boden verloren

Wien (SK) - "Keinen Grund zur Freude" biete der heurige Wettbewerbsbericht des Lausanner Institus für Management-Entwicklung (IMD) für den Wirtschaftsstandort Österreich, erklärte SPÖ-Budgetsprecher Christoph Matznetter am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Österreich habe in der Rangliste des Instituts zwar wieder den Platz aus dem Jahr 2004 eingenommen, "fiel im Bericht aber ausgerechnet bei der Konjunkturentwicklung noch einmal zurück: Das schwache BIP-Wachstum, die Lebenshaltungskosten, zu niedrige Direktinvestitionen und die von der Regierung seit Jahren in Kauf genommene Rekordarbeitslosigkeit werden als Negativfaktoren angegeben." Matznetter wertet dies als "weiteren Beleg für die gescheiterte Wirtschafts- und Finanzpolitik der Bundesregierung". ****

Ein Blick auf die Positivfaktoren im Bericht relativiere die scheinbar positive Entwicklung für unser Land enorm: die Rekordgewinne mancher Unternehmen im Außenhandel "kommen bei den Arbeitnehmern nicht an", so Matznetter. Die Jugendarbeitslosigkeit mag im internationalen Vergleich immer noch niedrig sein, "aber für österreichische Verhältnisse ist sie leider auf einem Rekordhoch". Verwundert zeigte sich der SPÖ-Budgetsprecher über die angeblich positive Entwicklung im Infrastrukturbereich, diese "kann wohl kaum auf Initiativen der Regierung basieren, denn die hat hier nichts unternommen". Zusammenfassend stehe zudem die Frage im Raum, ob "es überhaupt erstrebenswert ist, in einem Ranking besonders weit vorne zu liegen, welches die USA, Hongkong und Singapur auf den ersten Plätzen sieht. Wir wollen weder das Sozialsystem der USA noch die arbeitsrechtliche Situation Asiens", schloss Matznetter. (Schluss) ns/mp

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