Kuntzl zu Vereinbarkeit: Eigenpromotion ist Regierung wichtiger, als Maßnahmen zu setzen

Wenn Haubner so weitermacht, ist notwendiger Ausbau der Kinderbetreuung erst in 100 Jahren erreicht

Wien (SK) - "Es zeigt sich wieder einmal: dieser Regierung ist Eigenpromotion weit wichtiger, als das Setzen von Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie", verwies SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl auf die Tatsache, dass bis Ende 2005 zwar 100 Millionen Euro für Werbung und Kampagnen ausgegeben, aber im Jahr 2005 lediglich 1.000 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze geschaffen wurden. Der dafür zur Verfügung gestellte Fonds ist mit lediglich 700.000 Euro dotiert. "Wenn die Kinderbetreuung weiterhin in diesem Tempo ausgebaut wird, ist der Bedarf in 100 Jahren erreicht - das kann es doch nicht sein!", so Kuntzl am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Bezüglich der heutigen Präsentation der Aufgaben der Familie und Beruf Management GmbH forderte Kuntzl, dass vor allem die von der GmbH auszuarbeitende Neugestaltung und Überarbeitung der Fördermaßnahmen bezüglich Zielsetzung und Vorgaben im parlamentarischen Familienausschuss behandelt werden sollen. ****

Kuntzl betonte, die SPÖ tritt für einen Rechtsanspruch auf qualifizierte, leistbare Kinderbetreuung für jedes Kind bis zum Ende der Schulpflicht ein. "Die SPÖ würde in einer nächsten Bundesregierung die Kindergartenmilliarde wieder einführen, also 100 Millionen Euro für den Ausbau der notwendigen Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stellen", versicherte Kuntzl. Die Qualitätssicherung der Betreuungsplätze soll durch ein Kinderbetreuungsgrundsatzgesetz gesichert werden. "Es darf nicht vergessen werden, dass gute Kinderbetreuung von hohem pädagogischen Wert ist, jedes Kind soll daher ein Recht auf diese Bildung haben", erinnerte Kuntzl an das "Clever-Kids-Programm" der SPÖ. Außerdem sollen bis zum Jahr 2010 100.000 zusätzliche Ganztagsschulplätze geschaffen werden. Die SPÖ-Familiensprecherin erinnerte daran, dass mit der SPÖ-Kindergartenmilliarde insgesamt 40.000 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden konnten.

Abschließend betonte Kuntzl, dass die von Felderer zitierten EU-Daten zur Teilzeitarbeit verkürzt dargestellt wurden. Tatsächlich sind es in Österreich nur 40 Prozent der Teilzeitbeschäftigten, die freiwillig Teilzeit arbeiten. "Denn wie von Seiten des WIFO des öfteren betont wird, finden alle anderen entweder keinen Vollzeitjob, oder können diesen aus familiären Gründen nicht wahrnehmen, weil die Rahmenbedingungen, also die Kinderbetreuungsplätze, fehlen."(Schluss) up

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